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Beispielfoto: Betonwerk

In Gröbenzell

Betonmauer soll statt Holzzaun besser vor Lärm schützen

Ein Anwohner der Olchinger Straße hatte bei der Gemeinde beantragt, eine Betonmauer als Schutz zu errichten, die 1,90 Meter hoch ist und wie vorgeschrieben 50 Zentimeter von der Grundstücksgrenze entfernt steht.

Gröbenzell –  Eine Betonmauer verstößt allerdings gegen die kommunale Einfriedungssatzung. Diese lässt an Staatsstraßen wie der Olchinger Straße lediglich Holzzäune bis zu zwei Metern Höhe zu. An anderen Straßen sind sichtdurchlässige Holz- und Kunststoffzäune sowie Metallornamente und Maschendrahtzäune vorgeschrieben, die nicht höher als 1,30 Meter sind. Der Bauausschuss gab nun dennoch grünes Licht. Zäune werden entlang der viel befahrenen Staatsstraße gerne aufgebaut, doch nicht jeder hält sich dabei an die Vorgaben. Der Antragsteller wollte aber eben keinen Schwarzbau errichten, sondern den legalen Weg gehen. Dass dies erfolgreich wird, war nicht unbedingt vorhersehbar.

Die Bauverwaltung im Rathaus hatte nämlich Bedenken geäußert. Man fürchtete, dass man mit der Genehmigung der Betonmauer einen Bezugsfall schafft. Sprich: Erlaubt man es einem, machen es auch viele andere. Das letzte Wort hatte aber der Bauausschuss.

Reinhard Paesler (CSU) sah in der jüngsten Sitzung keinen vernünftigen Grund dafür, warum an der Stelle nicht ein Zaun aus Holz aufgebaut werden kann. Sein Fraktionskollege Klaus Köppl erläuterte daraufhin, dass eine Betonmauer aus Schallschutzgründen vorzuziehen sei. Das wiederum kommentierte Paesler kurz und prägnant mit dem Wort „Quatsch“. Köppl hatte keine Bedenken, hier einen Bezugsfall zu schaffen. Diese seien sowieso schon da, erklärte er seinen Gremiumskollegen. Und er äußerte die Überzeugung, ein Holzzaun müsse alle zehn Jahre erneuert werden. Solle er länger als zehn Jahre halten, müssten Mittel eingesetzt werden, die aus Umweltschutzgründen fraglich seien, fügte Franz Eichiner (SPD) hinzu.

Auch der Antragsteller kam zu Wort. Er betonte, eine Betonwand sei nicht nur langlebiger, sondern auch lärmschützender. Er versicherte zudem, dass die Wand quasi nicht zu sehen sein werde, denn davor wachse eine zwei Meter hohe rund um das Jahr grüne Hecke aus Kirschlorbeer. „Durch die Kirschlorbeerhecke schaut die Wand nicht so schlimm aus“, räumte auch Cordula Braun (UWG) ein. Die Mehrheit des Gremiums überzeugten die Argumente.  (sus)

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