In Gröbenzell

Bündnis gegen Rechts ruft zur Demo auf

Gröbenzell – Unter dem Motto „Zusammenhalt statt Hetze“ ruft ein überparteiliches Bündnis zur Demonstration gegen eine Veranstaltung der AfD auf. Diese plant eine Veranstaltung am 17. November im Bürgerhaus, bei der auch der rechte Publizist Jürgen Elsässer sprechen soll.

 Die Gröbenzeller, aber auch Bewohner des gesamten Landkreises sollen ab 19 Uhr auf dem Rathausplatz demonstrieren.

„Unser Problem ist weniger die AfD“, erklärt Walter Voit, Ortsvorsitzender der Grünen, in einem Pressegespräch. „Sondern vielmehr der Titel der Veranstaltung.“ Dieser lautet: „Islam, Gefahr für Europa“. Ein Titel ohne Fragezeichen, wie die Sprecherin des Arbeitskreises Asyl in Gröbenzell, Lilo Nitz, betont.

Zudem hat das Bündnis Bedenken gegen den Referenten. Jürgen Elsässer sei laut Voit ein antisemitischer, rassistischer Hetzer. Elsässer, einst Journalist linksgerichteter Printmedien, ist mittlerweile Chefredakteur und Herausgeber eines rechtspopulistischen Magazins das „rassistische, homophobe und antisemitische Thesen vertritt“, schreiben die Grünen auf ihrer Internetseite. Zudem tritt er bei Pegida und Legida-Märschen auf.

Dem Kreisvorsitzenden und Bundestagskandidaten der SPD, Michael Schrodi, zeigt die Einladung Elsässers durch die AfD aber auch, dass die Partei sich mit dessen Ideen gemein mache. Er freut sich, dass nicht nur sämtliche im Gemeinderat vertretenen Parteien und Wählergruppierungen, CSU, FDP, Freie Wähler, Grüne, SPD und UWG zu der Demo aufrufen, sondern auch der deutsche Gewerkschaftsbund, Die Linke im Kreisverband Amper, der Kreisverband der Jusos, der Dekan des katholischen Dekanats Fürstenfeldbruck, Albert Bauernfeind, der Vorstand der evangelischen Zachäusgemeinde in Gröbenzell, der VdK Gröbenzell, Lilo Nitz und der Künstler Guido Zingerl.

Zugesagt an der Demonstration teilzunehmen, hat auch bereits das frühere Mitglied der Biermöslblosn, Hans Well, mit seinen Kindern, den Wellbappn. „Um gegen Hetze aufzustehen halten alle Demokraten zusammen“, betont Michael Schrodi. „Wir lassen uns nicht spalten durch rechte Parolen und das Schüren rassistischer Vorurteile“, machen die Veranstalter klar.    

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