FFP2-Masken unterscheiden sich in Hinblick auf die Qualität: Von drei Produkten rät die Stiftung Warentest ab. Auf dem Foto zu sehen ist eine FFP2-Maske auf einer Parkbank.
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Die Maskenpflicht und andere Corona-Regeln sorgen für teils heftige Debatten.

Nach Kritik

Bürgermeister lenkt bei Brief-Debakel ein

Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) räumte in der jüngsten Gemeinderatssitzung ein: „Man hätte es anders machen können.“ Es ging darum, dass der Rathauschef in der Sitzung am 21. Januar den Brief des Gröbenzellers Dieter Dürr in der Aktuellen Viertelstunde vom Bauamtsleiter Markus Groß hatte verlesen lassen. Dürr hatte darum gebeten, da er blind ist.

Gröbenzell - Das Problem: Das Schreiben enthielt teils heftige Angriffe gegen den an diesem Abend nicht anwesenden Grünen-Gemeinderat Ingo Priebsch. Priebsch und Dürr hatten sich zuvor auf Facebook auseinandergesetzt.

Er habe der Verlesung zugestimmt, da er einem Menschen mit körperlichen Einschränkungen behilflich sein wollte, erläuterte Schäfer. Der Rathauschef erklärte aber auch, sollte so ein Fall erneut auftreten, werde er den Briefschreiber bitten, auf eine Person seines Vertrauens zurückzugreifen. Nachdem der Vorgang teils auf heftige Kritik gestoßen war, hatte Schäfer die Angelegenheit der Rechtsaufsicht im Landratsamt zur Prüfung übergeben. Diese hatte ihm bescheinigt, dass er sich nicht rechtswidrig verhalten habe.

Martin Runge (Grüne) aber war sichtlich verärgert, dass Schäfer die Behörde eingeschaltet hatte. Er kritisierte dies als ein „ziemlich schäbiges Ablenkungsmanöver“. Er habe das Verlesen des Briefes nämlich wegen dessen „Diktion und Inhalt“ kritisiert. Und Peter Falk (SPD) wollte von den UWG-Gemeinderatsmitgliedern wissen, ob sie Dürr, der sich seinen Beiträgen in den sozialen Netzwerken nach als Corona-Leugner einordnen lässt, noch einmal auf ihre Wahlliste aufnehmen würden. Dürr hatte im vergangenen Jahr kandidiert. Schäfer erklärte dazu lediglich: „Wir sind noch nicht so weit.“  sus

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