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Ein Bus der MVG.

Gröbenzell

Bürgermeister fordert eine eigene Spur für den Expressbus

Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) hat angeregt, eine Busspur in der Mitte der Staatsstraße zwischen Gröbenzell und Lochhausen anzulegen – im Zuge der anstehenden Bauarbeiten.

Gröbenzell –  Denn sowohl der Bus 830 von Puchheim nach Lochhausen, als auch der vor Kurzem erst feierlich gestartete Expressbus von Puchheim über Gröbenzell nach Moosach stehen derzeit vor allem im Berufsverkehr morgens gemeinsam mit den Autofahrern im Stau.

Dieser zieht sich bereits durch halb Gröbenzell und die Nachbargemeinde Lochhausen in Richtung Autobahn. Manch einer berichtet, dass er in der Früh 20 Minuten für die eigentlich sehr kurze Strecke braucht. Laut Prognose dürfte der Verkehr weiter zunehmen, wenn an der Pirolstraße in Lochhausen ein neues Wohngebiet entsteht.

Ausbau der Staatsstraße lässt auf sich warten

Eigentlich hätte die Staatsstraße längst ausgebaut sein sollen. Die von täglich 20 000 Fahrzeugen genutzte Trasse soll in Richtung Norden verbreitert werden und südlich davon soll wieder ein Geh- und Radweg entstehen. Dieser soll drei Meter bemessen, so dass Radler aneinander vorbeifahren können. Ursprünglich war der Baubeginn bereits für 2018 geplant. Es gibt aber Verzögerungen, weil der Bereich um den Erlbach im Überschwemmungsgebiet liegt. Die Wartezeit nutzt die Gemeinde für weitere Ideen, was im Zuge des Ausbaus verändert werden könnte.

Neben der neuen Idee einer Busspur schwebt noch eine weitere im Raum: ein zweiter Radweg nördlich der Straße. Nur so könne die Attraktivität des Radverkehrs erhöht werden, heißt es von Seiten der Gemeinde.

Anliegen Ministern vorgetragen

Immer wieder haben Bürgermeister Schäfer und Verkehrsreferent Reinhard Paesler (CSU) das Anliegen Ministern vorgetragen. Zudem hat Schäfer die Bundestagsabgeordneten von CSU und SPD, Katrin Staffler und Michael Schrodi, und den CSU-Landtagsabgeordneten Benjamin Miskowitsch um Unterstützung gebeten. Zugesagt wurde der Gemeinde dann auch von Verkehrsminister Hans Reichhardt (CSU), dass die künftige Brücke über den Erlbach so breit gebaut wird, dass ein nördlicher Geh- und Radweg möglich ist. Zudem werde der Freistaat im Rahmen des Straßenbaus die Bauüberwachung für den zweiten Weg unentgeltlich übernehmen und mit der Gemeinde eine Lösung suchen, wie im Bereich der Kreuzung Lena-Christ-/Liegnitzer-Straße mit möglichst geringen Kosten ein nördlicher Geh- und Radweg angebunden werden kann.

Auch eine Frage des Geldes

Den nördlichen Geh- und Radweg selber aber will der Freistaat nicht finanzieren. Auf die Gemeinde kämen also Kosten zu. Flächen müssten angekauft werden, die Planung und der Bau finanziert und Vereinbarungen mit der Stadt München zum gemeinsamen Bau des Weges geschlossen werden. Sollte der Ausbau der Straße konkret werden, muss der Gemeinderat entscheiden, ob er sich das leisten will und kann oder nicht. Derzeit ist vorgesehen, den Geh- und Radweg auf der nördlichen Seite bis zur Einfahrt in den Reiterhof zu bauen, und dort einen Übergang nach Süden zu schaffen. (sus)

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