Ich habe vieles angeschoben, bin aber noch lange nicht am Ende. Martin Schäfer

Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterwahl 2020: Gröbenzells Bürgermeister kandidiert erneut

Viele fragen sich, ob Martin Schäfer wieder antritt. Die Antwort ist: Er wird. Der 53-Jährige zieht eine positive Bilanz seiner Amtszeit – hat aber auch noch einiges vor.

Gröbenzell – Noch sind es knapp eineinhalb Jahre hin bis zur Kommunal- und Bürgermeisterwahl. Doch die Fragen der Bürger, ob der amtierende Gröbenzeller Rathauschef Martin Schäfer (UWG) im Frühjahr 2020 noch einmal zu Wahl antreten wird, werden häufiger und drängender. Jetzt stellt der 53-Jährige klar: „Ich werde kandidieren.“ Wichtigste Bedingung dafür sei aber, dass er gesund bleibt.

Der Unternehmer hatte im März 2014 die Wahl gewonnen, was für einige durchaus überraschend kam. Im ersten Wahlgang hatte Schäfer den zweiten Platz errungen und mit 19 Stimmen Vorsprung Florian Ritter (SPD) aus dem Rennen geworfen. Aus einer Stichwahl gegen Thomas Breitenfellner (CSU) ging er schließlich mit 61,9 Prozent der Stimmen als klarer Sieger hervor.

In den vergangenen viereinhalb Jahren mit ihm an der Spitze der Gemeinde hat sich laut Schäfer viel getan. Im Rathaus wurden nach einer Organisationsanalyse zahlreiche Posten neu besetzt, im Ort wurde so manches Bauprojekt realisiert oder angestoßen. Zum Beispiel wurden die Freya-Unterführung und letzte Klassenzimmer sowie der Außenbereich in der Gröbenbachschule saniert. Die Ährenfeldschule wurde mit einem Teilabriss und -neubau ganztagstauglich gemacht.

Für die Sanierung der Kirchenstraße hat die Gemeinde Fördergelder beantragt und ein städtebauliches Entwicklungskonzept auf den Weg gebracht. Sie hat unter Schäfers Ägide so manche Straße saniert, den Gröbenzeller Weg zur Unterbringung von Flüchtlingen ins Leben gerufen und den Neubau des Rathauses begonnen. Schäfer betont: „Ich habe vieles angeschoben, bin aber noch lange nicht am Ende.“

Ein Bebauungsplan für die westliche Bahnhofstraße ist in Bearbeitung. Dass das Areal im vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebiet liegt, hat dies nicht einfacher gemacht. Schäfer geht aber derzeit davon aus, dass der Billigungsbeschluss in den ersten Monaten des Jahres 2019 und der Satzungsbeschluss im Herbst desselben Jahres fallen kann.

Für die Zukunft hat sich der 53-Jährige viel vorgenommen. Es müssen mindestens zwei neue Kindertagesstätten gebaut werden. Zudem ist so manches gemeindliche Gebäude in die Jahre gekommen und muss saniert werden: etwa die Bernhard-Rößner-Schule, die Aussegnungshalle, die Bücherei, das Feuerwehrhaus, Häuser in der Dr.-Troll-Straße und das Bürgerhaus. Zudem müssen diverse Straßen erneuert werden.

Damit seine Kandidatur nicht aufgrund seiner Gesundheit gefährdet ist, achtet Schäfer sehr auf sich. Vor allem nach dem Warnsignal vor zwei Jahren, als er einen leichten Schlaganfall erlitten hatte. Er habe mittlerweile, wie er hervorhebt, wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Ob dies so bleibt, könne niemand sagen, doch er tue vieles dafür, nehme sich mehr Auszeiten als früher und bewege sich viel. Innerhalb Gröbenzells ist er nahezu ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs, radelt aber auch nach Fürstenfeldbruck oder München. „Die Arbeit als Bürgermeister macht mir viel Spaß“, betont Schäfer.

Auch wenn derzeit so mancher Gröbenzeller heftige Kritik an ihm übt, weil er die alte Bahnhofsgaststätte – die heutige beliebte Musikkneipe Hexe – an eine Germeringer Wohnbaugesellschaft verkauft hat. Dazu kann er nur immer wieder sagen: Die Hexe hat ihm nicht alleine gehört, sein Bruder war ebenbürtiger Miteigentümer. Und hätten er und sein Bruder das Areal an die Gemeinde verkauft, würde er noch mehr im Feuer stehen. (sus)

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