Wenig Besucher, aber viele Fragen: Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle im Freizeitheim.
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Wenig Besucher, aber viele Fragen: Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle im Freizeitheim.

Bürgerversammlung

Von Singen bis Steinwüsten: Hier drückt den Gröbenzellern der Schuh

Knapp 50 Gröbenzeller waren in die Mehrzweckhalle im Freizeitgelände gekommen. Rund die Hälfte waren ausschließlich Bürger und nicht in Parteien oder Vereinen aktiv. Aber: Die wenigen Bürger hatten viele Fragen.

Chor übt noch immer auf der Wiese

Darunter die Vorsitzende des Frauenchors, Alice Trapp. Sie wollte erfahren, ob die Gemeinde für die Chöre die Anschaffung von Luftfiltern bezuschussen würde. Chöre dürfen momentan aufgrund von Corona nur unter Einhaltung großer Abstände proben. Und dies ist im bisherigen Probenraum in der Alten Schule für die 30 Sängerinnen des Frauenchors und 45 Sänger der Gröbentöne nicht möglich. Lediglich 18 sind zugelassen.

Der Frauenchor, der immer donnerstags probt, findet zwar in der Regel einen Raum, muss aber Woche für Woche neu suchen. Die Gröbentöne proben in der Regel auf einer Wiese beim Gymnasium. Bei Regen flüchten die Mitglieder unter die Fahrradständeranlage. Die Idee Trapps und der Vorsitzenden der Gröbentöne, Ursula Peukert, war es nun Luftfilter anzuschaffen, um so den Raum der Alten Schule nutzen zu können.

Doch Schäfer konnte nicht versprechen, ob der Raum dann tatsächlich für die Chöre nutzbar ist. „Das muss individuell geprüft werden“, fügte seine zuständige Mitarbeiterin im Rathaus, Anja Metz, hinzu. Schäfer versprach, sich zu erkundigen.

Sorge wegen Verkehr im Weidegrund

Bürgermeister Schäfer bei der Bürgerversammlung.

Trapp beschäftigte noch ein anderes Thema, diesmal als Anwohnerin: die Nutzung der Halle auf dem Grundstück im Weidegrund 1a. Schäfer hatte die Halle mit einem Partner gekauft. Trapp erfuhr so aus erster Hand, dass Handwerksbetriebe und Kulturschaffende einziehen sollen, eine offene Bühne, ein Ausstellungsraum, ein Café, eine Gaststätte und im zweiten Teil eine Autowerkstatt.

„Das wird heftig werden für uns“, klagte Trapp, die Lärm und zunehmenden Verkehr befürchtet. Rathauschef Schäfer aber erläuterte, die Einfahrt zu dem Areal sei von der Wohnbebauung weg verlegt worden. Zudem fragte er sich: „Wenn man nicht einmal im Gewerbegebiet so etwas machen kann, wo dann?“

Immer mehr Flächen werden versiegelt

Eine andere Gröbenzellerin beklagte zunehmende Versiegelung in der Gemeinde. Bauamtsleiter Markus Groß konnte jedoch diverse Maßnahmen aufzählen, die die Gemeinde bereits dagegen eingeleitet hat. Zum einen ein Entsiegelungsprogramm, aber auch die zahlreichen Bebauungspläne regelten wo auf Grundstücken begrünt werden muss. Zudem habe der Gemeinderat gerade eine Freiflächengestaltungssatzung auf den Weg gebracht.

Wohnmobile auf den Straßen

Auch auf den Straßen parkende Wohnmobile wurden beklagt. Die Rathausmitarbeiterin Metz konnte hierzu aber keine Abhilfe in Aussicht stellen. „Wir können leider rechtlich überhaupt nichts tun,“ berichtete sie. Wie jedes zugelassene Auto dürften die Wohnmobile am Straßenrand parken. Allenfalls wenn der TÜV abgelaufen ist. könne man einschreiten. Wohnanhänger allerdings, die ohne Zugmaschine abgestellt sind, dürften lediglich 14 Tage an einer Stelle stehen bleiben.

Susanne Schwind

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