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Christian Kreiß tritt für die Vereinigten Direktkandidaten an.

Vereinigte Direktkandidaten

Dieser Gröbenzeller will in den Bundestag

Christian Kreiß aus Gröbenzell will für die Gruppierung „Vereinigte Direktkandidaten“ bei der Bundestagswahl 2017 antreten.

Gröbenzell/Puchheim Bisher sitzen im Bundestag nur Mitglieder etablierter Parteien. Das wollen die Vereinigten Direktkandidaten ändern. Die Gruppierung hat nun den ersten Direktkandidaten für die Bundestagswahl im September vorgestellt: Im Bundeswahlkreis Dachau-Fürstenfeldbruck tritt voraussichtlich der 54-Jährige Gröbenzeller Christian Kreiß an. Eine Hürde muss er noch nehmen: Die Kommunalaufsicht des Landratsamtes schreibt vor, dass er 200 Unterstützerunterschriften sammeln muss.

Helmut Krause, Gründer und Sprecher der Vereinigten Direktkandidaten, ist aber zuversichtlich, dass Kreiß das schafft. Über die Ziele der Gruppierung sagte er: „Wir wollen ehrliche, gemeinwohlorientierte und zuverlässige Wahlkreisabgeordnete.“ Ihre Kandidaten sollen, wie es der Artikel 38 des Grundgesetzes vorschreibe, nach ihrem Gewissen und nicht nach Fraktionsdisziplin entscheiden.

Für niedrigere Sozialabgaben und gegen TTIP

Christian Kreiß lebt mit seiner Ehefrau und vier Kindern seit 1995 in Gröbenzell. Nach seinem Studium hat der Volkswirt für verschiedene Banken gearbeitet. Seit 2002 ist er Professor für Finanzierung und Wirtschaftspolitik an der Hochschule Aalen. Im Landkreis Fürstenfeldbruck ist Kreiß durchaus bekannt. Immer wieder hält er Vorträge zu wirtschaftspolitischen Themen.

Sollte Kreiß als Direktkandidat in den Bundestag einziehen, möchte er sich, nach eigener Aussage, für eine gerechte, umweltfreundliche und aufrichtige Politik einsetzen. Sozialabgaben und Steuern für Geringverdiener will er senken. Den Handelsabkommen TTIP und CTIP steht er kritisch gegenüber.

„Die Karten werden neu gemischt.“

Für den Wahlkreis Dachau-Fürstenfeldbruck ist Gerda Hasselfeldt von der CSU viele Jahre lang als direkt gewählte Abgeordnete in den Bundestag eingezogen. Nun tritt sie nicht mehr an. Statt ihrer tritt nun Katrin Staffler an. „Sie ist allerdings neu und unbekannt“, sagte Helmut Krause. Für Christian Kreiß erhofft er sich daher umso mehr Erfolg. Sein Wunsch: ein zweistelliges Ergebnis. „Die Karten werden neu gemischt“, sagte Krause.

Ihren ersten Kandidaten haben die Vereinigten Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2014 aufgestellt. Das war im Wahlkreis Elbe/Elster-Oberspreewald. Er erhielt aber nur wenige Stimmen und scheiterte daher, räumte Helmut Krause ein.

Kreiß ist zwar der erste Direktkandidat, bundesweit soll er aber nicht der einzige bleiben. Laut Kraus sind in Augsburg und München noch weitere potenzielle Abgeordnete in Sicht.

Susanne Schwind

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