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Bergdoktor (ZDF): Serien-Mama auf Mission im Heimatort - Aktion stößt auf große Resonanz

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Von: Peter Loder

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Freuen sich über die erfolgreiche Aktion (v.l.) Ruth Philipp, Jürgen Dirrigl, Dr. Cornelia Kellermann und Schauspielerin Monika Baumgartner.	fotos: PEter weber
Freuen sich über die erfolgreiche Aktion (v.l.) Ruth Philipp, Jürgen Dirrigl, Dr. Cornelia Kellermann und Schauspielerin Monika Baumgartner. © Weber

Der ZDF-Bergdoktor hat seine Arztpraxis am Wilden Kaiser in Ellmau. Im echten Leben verlegte Serien-Mutter Monika Baumgartner (70) jetzt die Sonntagssprechstunde kurzerhand in ihren Wohnort.

Gröbenzell – Im Corona-Testzentrum an der Olchinger Straße in Gröbenzell nutzte die Schauspielerin am Sonntag ihre Popularität, um Mitbürger für eine Typisierungs-Aktion zu motivieren, mit der Leukämie-Erkrankten geholfen werden kann. Fünf Stunden stand TV-Star und Bergdokor-Mama Monika Baumgartner – die 15. Staffel der Erfolgsserie wird am 3. März mit der letzten Folge beendet– als Arzthelferin einer richtigen Medizinerin zur Seite, um die eigentlich für einen Corona-Test gekommenen „Patienten“ für einen zusätzlichen zweiten Wangenabstrich zu bewegen.

ZDF-Bergdoktor: Serien-Mutter hilft bei Registrierungsaktion in Gröbenzell

Gemeinsam mit Dr. Cornelia Kellermann hatte sich die Schauspielerin ein Ziel gesetzt: „100 Teilnehmer wären ein Traum.“ Am Ende waren es immerhin 43 Personen, die sich registrieren ließen und jetzt einen Spenderausweis in der Tasche haben. Nun sind sie für die in Gauting ansässige Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) weltweit als potenzielle Stammzellenspender verfügbar und können vielleicht einmal einem Leukämiepatienten das Leben retten. „Mit dieser Bilanz sind wir hochzufrieden,“ resümierte die Schauspielerin.

Auf die Idee für eine derartige Initiative war Monika Baumgartner nach Dreharbeiten zur Fernsehserie in Tirol gekommen. Dort begleitet der Nürnberger Arzt Dr. Falk Stirkat die Film-Crew und erklärt Bergdoktor Hans Sigl wie der Alltag eines richtigen Mediziners aussieht und wie Patienten in der Realität behandelt werden.

„Ärmel hoch gegen Blutkrebs“: „Mutter“ des Bergdoktors jobbt als Arzthelferin

Auf der gemeinsamen Heimfahrt aus Ellmau erzählte der auch als Bestseller-Autor bekannte Notarzt seiner prominenten Beifahrerin von der von ihm ins Leben gerufenen Aktion: Unter dem Motto „Ärmel hoch gegen Blutkrebs“ soll die starke Frequentierung der Corona-Impfzentren auch zur Registrierung von Stammzellenspenden genutzt werden.

Bei den Gröbenzeller Zentrumsleitern Ruth Philipp und Wolfgang Schliebitz stieß die Idee des doppelten Helfens ebenso auf offene Ohren wie bei Weltenbummler Jürgen Dirrigl. Bevor der Münchner demnächst mit seinem Pferd „Peu“ zu einer 18 000 Kilometer langen Reiterreise entlang der neuen Seidenstraße nach China aufbricht, war er am Sonntag in Gröbenzell.

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Bergdoktor-Mama bei Stammzellenaktion in Heimatort Gröbenzell

Den im Internet und auf den Facebook-Fanseiten des Bergdoktors verbreiteten Aufruf zur Teilnahme in Gröbenzell ist am Sonntag auch Stefan Bauer gefolgt. Für den 38-Jährigen war rasch klar, dass „ich diese Aktion unterstützen muss“. Doch wie er war auch Sebastian Zach (21) nicht bloß wegen des Promi-Effekts gekommen. „Ich war beim Corona-Test und habe dort eher zufällig etwas von der Aktion mitbekommen. Für mich war gleich klar: Da mache ich mit, weil ich vielleicht Leben retten kann.“

Statt eines Autogramms von der Bergdoktor-Mama bevorzugte er übrigens die von Monika Baumgartner alternativ angebotene Bonbon-Belohnung. „Aber ich kenne sie natürlich. So viele Promis haben wir ja nicht in Gröbenzell.“

Stammzellen-Registrierung: Nur zwischen 17 und 45 Jahren möglich

Extra aus Lochhausen gekommen war Leopold Arning. Der 23-Jährige hatte jedoch einen traurigen Anlass: Ein Schulfreund war erst kürzlich an Leukämie gestorben. „Weshalb ich mich seit einigen Wochen intensiv mit dem Thema befasse.“ Von seiner Tochter Hanna war Thomas Lippold zur Stammzellen-Registrierung mitgenommen worden. „Gerade noch rechtzeitig, denn bald erfülle ich die Altersbeschränkung nicht mehr.“

Zur Registrierung werden von AKB nämlich nur Personen zwischen 17 und 45 Jahren zugelassen. „Sie sollten auch gesund und in körperlich guter Verfassung sein“, erläuterte Dr. Cornelia Kellermann. Wer die Sonntags-Sprechstunde mit der 70-jährigen Schauspielerin verpasst hat, kann im Gröbenzeller Testzentrum noch ein so genanntes Lebensretter-Set zum Selbstabstrich mit nach Hause nehmen.

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