Markus Langer alias Sepp Bumsinger.
+
Markus Langer alias Sepp Bumsinger.

Interview

„Der Sepp Bumsinger schlug ein wie eine Bombe“

  • Peter Loder
    VonPeter Loder
    schließen

Orangefarbenes Käppi, überdimensionierte Brille im Siebziger-Jahre-Stil und eine Halbe Bier der eigenen Marke in der Hand: Fertig ist Sepp Bumsinger.

Gröbenzell – Die Kunstfigur ist mittlerweile sehr bekannt und ergattert Millionen Klicks auf dem Online-Video-Kanal YouTube. Nun kommt Bayern-Comedian Markus Langer erstmals in den Landkreis: Der 52-Jährige aus Moosach bei Ebersberg tritt beim Gröbenzeller Comedy-Open-Air auf.

Im Tagblatt-Interview spricht der verheiratete Vater von drei Buben über seine Karriere.

Wie ist denn der Sepp Bumsinger entstanden und wann wurde die Kunstfigur geboren?

Das war vor sechs Jahren, als ich einen Spot für die Seitenbacher-Werbung machte. Der Sepp schlug ein wie eine Bombe. Mittlerweile kennt ihn in Bayern jedes Kind. Ehrlich gesagt, hatte ich damals mit einem Erfolg in diesem Umfang nie gerechnet. Doch die Kunst geht oft unbekannte Wege.

Im sozialen Netzwerk Facebook und bei YouTube sind Sie unglaublich präsent. Doch im TV machen Sie sich eher rar. Woran liegt das?

Der Bumsinger ist für das bayerische Fernsehpublikum offenbar nicht konservativ genug. Dafür macht es auf der Bühne umso mehr Spaß. Es ist ja mittlerweile fast schon ein Geschenk, wenn man als Künstler nicht mehr ganz allein aufs Fernsehen angewiesen ist. Der Erfolg von Social Media hat mich auf die echten Bühnen gehoben. Die Zuschauerzahlen im Internet bestätigen das.

In den Gaudi-Clips spielen Sie zwar die Hauptrolle, aber ein langhaariger Perückenträger namens „Blasi“ ist als Kameramann und Stichwortgeber immer dabei. Auch in Gröbenzell?

Das ist mein Tontechniker und kongenialer Partner Florian Fink. Natürlich ist er mit dabei. Unsere Videos entstehen meist spontan innerhalb von einer Stunde und nur nach kurzer Vorabsprache über den Inhalt. Was dann passiert, ist oft reiner Zufall und gerät manchmal außer Kontrolle. Doch gerade das ist der Witz dabei. Und die Ideen dazu entstehen genauso spontan und haben meist ihren Ursprung in alltäglichen Erlebnissen.

Sie waren vor Ihrer Comedy-Karriere in etlichen TV-Serien zu sehen. Wie hat alles begonnen?

Als ich fünf Jahre alt war, stand ich mit meinem Vater – einem Volksmusiker – erstmals auf der Bühne. In der Realschule spielte ich gerne den Klassenkasper und hatte Gerhard Polt als großes Vorbild. Nach einer Ausbildung als Bankkaufmann gründete ich einen Internetshop, spielte nebenbei vor kleinem Publikum Sketche und hatte Nebenrollen in TV-Serien wie „Rosenheim Cops“, „Dahoam is Dahoam“, „Der Bulle von Tölz“ und „Der Alte“. Dann wurde 2016 der Bumsinger Sepp geboren und ging durch die Decke.

Der Bumsinger ist aber nur ein Teil des „Spaßvogel(n)“-Programms. Worauf dürfen sich die Zuschauer noch gefasst machen?

Es wird ein bayerischer Kabarett-Abend in Mundart ganz ohne Lederhose, aber mit viel Charme, manchmal deftig-derb, zuweilen auch nachdenklich. Einfach ein Riesenspaß.

Das Interview führte Peter Loder.

Der Auftritt

findet am kommenden Montag, 19. Juli, ab 21 Uhr statt. Infos auf www.stockwerk-sommer.de.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare