Vor der Aussegnungshalle präsentierte Bürgermeister Martin Schäfer (M.) den Gemeinderatsmitgliedern die intakte Lautsprecheranlage.
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Vor der Aussegnungshalle präsentierte Bürgermeister Martin Schäfer (M.) den Gemeinderatsmitgliedern die intakte Lautsprecheranlage.

Gröbenzell

Die Tücken der Lautsprecher am Friedhof

Die viel kritisierte Lautsprecheranlage vor der Aussegnungshalle am Gröbenzeller Friedhof funktioniert. Das zeigte Bürgermeister Martin Schäfer bei einem Termin vor Ort. Allerdings stolperte er über ein paar Fehlerquellen.

Gröbenzell – „Die Anlage funktioniert tadellos,“ verkündete Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) am Donnerstagabend. Er und die Gemeinderatsmitglieder hatten sich vor der Aussegnungshalle versammelt, um die Lautsprecheranlage zu überprüfen.

Denn das Gerät wird immer wieder von einzelnen Mitgliedern und Bürgern kritisiert. Vor allem, wenn Trauergäste in der Aussegnungshalle keinen Platz finden und im Freien die Trauerfeier verfolgen müssen, höre man von dem, was in der Halle gesagt wird, wenig oder nichts.

Gemeinderätin Ursula Bauer (UWG) berichtete vor Ort, dass sie im Frühjahr bei einer Beerdigung draußen gestanden sei und nichts gehört habe. Und Klaus Coy (FDP) erinnerte sich an eine Trauerfeier, bei der er zwar Musik, aber keine Ansprache gehört habe.

Bürgermeister Schäfer aber hatte immer wieder versichert, die Anlage sei in Ordnung. Wenn sie nicht funktioniere, „ist dies die Folge von Bedienungsfehlern.“ Der Rathauschef führte vor, dass nur wenige Knöpfe gedrückt werden müssen, damit Musik erschallt oder der Trauerredner gehört werden kann.

Es zeigte sich bei der Präsentation aber auch, wie es dazu kommen kann, dass die Trauergäste im Freien nichts hören. Denn um die Worte des Trauerredners zu verstärken, ist zur Funktionstüchtigkeit des Headsets ein Sender notwendig. Und dieser war zunächst nicht zu finden. Ein Mitarbeiter des Beerdigungsinstituts wurde angerufen und eilte herbei. Der Mann hatte den Sender nicht, wie vermutet, aus Versehen mitgenommen. Er wusste aber, dass er im Laufe des Tages bei mehreren Beerdigungen eingesetzt worden war. Nach kurzer Suche wurde der Sender im Saal der Aussegnungshalle gefunden.

Mehrere Gemeinderäte und der Bürgermeister hatten auch eine weitere Fehlerquelle in Verdacht: Womöglich tragen die Trauerredner das Headset entweder zu tief oder unter ihrer Kleidung.

Fazit des Abends: Zum einen soll eine Anleitung zur Bedienung der Lautsprecheranlage über dem Gerät aufgehängt werden. Zum anderen soll zusätzlich zu dem Headset ein Handmikrofon samt Ständer angeschafft werden.

Langfristig wird es womöglich eine neue Lautsprecheranlage geben. Denn wie Schäfer erläuterte wird sie wohl bei einer Sanierung und dem Umbau der Aussegnungshalle erneuert werden. Dass die 1956 als Oktogon erstellte Halle saniert werden soll, steht bereits fest. Der Raum soll entkernt werden, um so 100 Sitzplätze zu schaffen. (sus)

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