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Kein Schutz sichtbar: Die Birke auf dem Grundstück in der Augsburger Straße.  

Gröbenzell 

Dieser Baum ist dem Bau einer Tiefgarage im Weg

Eine 22 Meter hohe Birke prägt das Grundstück Augsburger Straße 24 in Gröbenzell. Doch dem Unternehmer, der es bebauen will, scheint der Baum sehr zu stören.

Gröbenzell –  Der Baum steht auf einem Areal, das mit einem Wohn- und Geschäftshaus bebaut wird. Zehn Wohnungen, eine Gewerbeeinheit und eine Tiefgarage mit elf Stellplätzen entstehen hier. Nahe des Baumes soll die Einfahrt für eine Tiefgarage entstehen. Genau das führt jetzt zu einem Disput.

Gemeinderätin Cordula Braun (UWG) kritisiert, dass die Birke nicht geschützt wird. Dies hatten die Bauherren, die Firma Wohnform Wohnbau aus Germering, der Gemeinde aber zugesichert. Der Baum muss zwar laut Bebauungsplan nicht erhalten werden, wohl aber laut Freiflächengestaltungsplan. Die Bauherren hatten beantragt, den Baum zu fällen. Dabei hatten sie sich auf ein Gutachten zur Zukunft der Birke bezogen. Bis in lediglich 1,25 Meter Entfernung zu dem Baum müsse für die Tiefgarage abgegraben werden, hatte der Gutachter ermittelt.

Baum wird nicht überleben können

 Daher müssten die hier vorhandenen Wurzeln des Baumes entfernt werden. Der Gutachter stellte fest, dass der Baum „aus sachverständiger Sicht nach derzeitigem Kenntnisstand nicht dauerhaft erhalten werden kann“. Allerdings könne er noch einige Jahre überleben. Das wiederum hat den Bauausschuss im vergangenen September dazu bewogen, die Fällung abzulehnen.

Den Bauherren wurden diverse Auflagen gemacht. Der gesamte untere Stammbereich sei während der Bauphase zu schützen, die Krone müsse fachgerecht eingekürzt und ein Baumschutzzaun errichtet werden.

Gemeinderätin spricht von „Heuchelei“

Der eine der beiden Geschäftsführer der Germeringer Wohnbaufirma, Frederic Fontein, hatte in einem Leserbrief im Herbst zwar darauf hingewiesen, dass die Birke in dem Bebauungsplan nicht als zu erhalten festgesetzt worden sei, „weil sie eben zu nahe an der festgesetzten Rampe steht“. Gleichzeitig hatte er aber versichert: „Wir werden jedoch wie bisher alles daran setzen, diese Birke zu erhalten.“

Das hält Gemeinderätin Braun für „Heuchelei“. Mittlerweile ist der Bau der Tiefgarageneinfahrt weit fortgeschritten, doch von einem Schutz sei nichts zu sehen. Das Rathaus hat die fehlende Sicherung bemerkt. Wie Pressesprecherin Susanne Flügel mitteilt, hat die Gemeinde den Bauherren das mitgeteilt. Die Bauleitung habe die zeitnahe Umsetzung zugesagt. Der Mitgeschäftsführer der Wohnform Wohnbau, Frederic Fontein, war am Freitag telefonisch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.  sus

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