Das Beispielfoto zeigt einen Kreisverkehr bei Pöcking

In Gröbenzell

Experten gegen Kreisel in Olchinger Straße

Die Kreisverkehrspläne an der Kreuzung Olchinger-, Lena-Christ- und Liegnitzer Straße sind wohl endgültig gestorben. Das ist das Ergebnis einer Bewertung durch das Staatliche Bauamt.

GröbenzellDie Kreuzung Olchinger-, Lena-Christ- und Liegnitzer Straße sorgt bei zahlreichen Autofahrern immer wieder für viel Verdruss. Vor allem im Berufsverkehr morgens und abends bilden sich hier längere Staus. So mancher Gröbenzeller hatte sich immer wieder gewünscht, dass ein Kreisverkehr an der Stelle den Verkehr regelt und entspannt. Doch daraus wurde bis heute nichts. Stattdessen regelt seit einigen Jahren eine Ampel den Verkehr.

Jetzt müssen die Befürworter eines Kreisels ihre Hoffnungen wohl endgültig begraben. Er würde die jetzige Situation zwar verbessern, aber nicht in dem Maß, wie es das für die Kreuzung zuständige Staatliche Bauamt Freising anstrebt. Denn wie dessen Vertreter Alex Eder erläutert, kann der Verkehrsfluss an der Kreuzung auf andere Weise mehr und auch billiger verbessert werden. Das ist das Ergebnis einer Verkehrszählung und -beobachtung mit Hilfe von Videokameras, die das Bauamt Ende vergangen Jahres durchgeführt hatte.

Eine Auswertung der Zählung bestätigte, dass die Kreuzung schlecht ausgebaut ist. Auf einer sechsstufigen Bewertungsskala für Kreuzungen ist die an der Olchinger-/Lena-Christ-/Liegnitzer Straße in der schlechtesten Klasse F einzuordnen. Ausschlaggebend dafür ist laut Eder der Verkehr aus der Liegnitzer Straße.

Angestrebt wird vom Bauamt aber die Klasse D. Diese Kategorie bedeutet, dass der Verkehr nicht immer fließt, sondern in Spitzenzeiten hakt, so Eder. Kategorie A wäre eine vollkommen staufreie Kreuzung. Dabei müsste die vorhandene immens vergrößert werden, ähnlich einem Autobahnkleeblatt, erläutert Eder. Die angestrebte Kategorie D aber könnte durch eine sehr preisgünstige Veränderung erreicht werden, nämlich durch eine Veränderung der Ampelschaltzeiten. Bis auf eine Stunde in der Woche am Freitagnachmittag könnte man so die gewünschte Kategorie D erreichen.

Weiter verbessert werden könnte der Verkehrsfluss durch eine Verlängerung der Rechtsabbiegespur an der Lena-Christ-Straße von derzeit 30 auf 70 Meter. Dafür müsste aber Grund erworben werden. Mit einem Kreisverkehr könnte die angestrebte Kategorie D nicht erreicht werden, erläutert Eder. Der würde lediglich eine Verbesserung von F auf E bedeuten. Zudem müsste für die Realisierung zusätzlicher Grund erworben werden. Das Bauamt Freising wird jetzt mit der Gemeinde beraten, was genau getan werden soll. (sus)

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