Landratsamt zieht Antrag zurück

Fasanenweg: Doch keine Asylunterkunft

Gröbenzell – Die Nachbarn des Grundstücks Fasanenweg 30 atmen auf. Das Landratsamt hat den Bauantrag zu Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft auf dem Areal zurückgenommen.

46 Container für bis zu 60 Asylbewerber hätten auf dem 1745 Quadratmeter großen Grundstück aufgestellt werden sollen – teils ein-, teils zweigeschossig und dies teilweise außerhalb der festgelegten Baugrenzen. Zudem waren Auto- und Fahrradabstellplätze und ein Spielplatz vorgesehen. Freiflächen wären so gut wie keine erhalten geblieben.

Nun will das Landratsamt an anderer Stelle eine Unterkunft planen. Wie Asylkoordinator Andreas Buchner mitteilt, werde demnächst „eine Bauvoranfrage für das Grundstück in der Zweigstraße bei der Gemeinde eingehen“. Dieses Grundstück hatte die Gemeinde dem Landratsamt im Februar bereits als möglichen Standort genannt.

Gröbenzells Vizebürgermeister Martin Runge (Grüne) hat die Rücknahme des Antrags nicht überrascht. „So wie er gestellt war, wäre der Antrag meines Erachtens niemals genehmigungsfähig gewesen“. Eigentlich hätte sich der Gemeinderat in der kommenden Woche damit befassen sollen. Die Beschlussvorlage dafür war bereits erstellt und darin war den Räten empfohlen worden, das Einvernehmen zu verweigern.

Dies war laut Buchner auch der Grund für das Landratsamt, den Antrag zurücknehmen. „Eine Weiterverfolgung dieses konkreten Objekts erscheint aufgrund der mit diesem Objekt verbundenen Schwierigkeiten nicht zielführend“,so Buchner.

Stefan Freudenstein aus dem Fasanenweg ist sichtlich erleichtert über die Entscheidung. „Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen“, freut er sich. So mancher Anwohner sei durch den Bauantrag aufgewühlt gewesen und könne jetzt endlich wieder ruhig schlafen. Vor gut einer Woche hatten die Anwohner ihrer Sorgen noch mittels einer Aktion Ausdruck verliehen. Sie hatten die Unterkunft mit Absperrbändern simuliert. (sus)

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