Bluttat vor Neuraum: Polizei fasst weitere Täter

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In dem Mehrfamilienhaus an der Augsburger Straße in Gröbenzell hat es gebrannt.

Sirene heulte am Abend

Feuer-Alarm in Gröbenzell: Mädchen flüchten aus brennender Wohnung

Die Gröbenzeller Feuerwehr rückte am Donnerstagabend zum Brand eines Mehrfamilienhauses aus. Höchste Alarmstufe - denn in der Wohnung befanden sich zunächst noch Kinder. 

Gröbenzell – Viele Gröbenzeller wurden am Donnerstag etwas unsanft aus dem gemütlichen Feierabend befördert. Die Feuerwehr-Sirene heulte durch den Ort, wenig später war schon das „Tatütata“ der Martinshörner zu hören. Sehr viel „Tatütata“. Was war passiert?

Feueralarm in der Augsburger Straße in Gröbenzell

Ein brennendes Tablet oder Ladekabel war wohl die Ursache für das Feuer, das am Abend im Wohnzimmer einer Dreizimmerwohnung in der Augsburger Straße ausgebrochen ist. Zwei Mädchen (16 und 13) waren zu der Zeit allein zuhause. Sie alarmierten gegen 19.30 Uhr die Feuerwehr, konnten sich aber gerade noch rechtzeitig selbst in Sicherheit bringen. Später wurden sie mit einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Das teilt die Feuerwehr Gröbenzell auch auf Facebook mit.

Als es brannte, waren zwei Kinder allein in der Wohnung

Unter lautem Sirenengeheul rückte die örtliche Feuerwehr mit sechs Fahrzeugen und 27 Einsatzkräften an. „Wenn bei einem Brand Personen zu Schaden kommen könnten, schalten wir seit einiger Zeit nicht nur das Martinshorn, sondern auch die Sirene ein“, sagt Kommandant Christian Weirauch. So sollen alle Einsatzkräfte alarmiert werden – auch jene, die etwa aufgrund eines Funklochs nicht sofort durch ihren Funkmelder informiert werden können. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden lang. „Das Feuer drohte aufs Dach überzugreifen und das Treppenhaus war stark verraucht“, berichtet Weirauch. „Aber zum Glück konnten alle Bewohner unverletzt fliehen.“

Wohlauf sind auch die Eltern und Geschwister von einem der Mädchen. Sie waren zum Zeitpunkt des Feuers beim Einkaufen gewesen. Als sie nach Hause kamen, erwartete sie eine böse Überraschung. Ihre Wohnung im dritten Stock war komplett ausgebrannt, die Außenfassade war ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden. Zwar waren die Retter schnell vor Ort gewesen und sie konnten das Feuer zügig unter Kontrolle bringen. Der Sachschaden beläuft sich dennoch auf etwa 100 000 Euro. „Die Wohnung ist unbewohnbar“, sagt ein Sprecher der Kripo Fürstenfeldbruck, welche die weiteren Ermittlungen übernommen hat. Die Familie ist bei Verwandten untergekommen.

Ist das Feuer beim Aufladen eines Tablets ausgebrochen?

Es sei unwahrscheinlich, dass der Brand mutwillig verursacht wurde, so der Sprecher. Nach ersten Erkenntnissen – und nach den Schilderungen der Mädchen – habe sich das Tablet entzündet während es neben der Couch aufgeladen wurde. Das kann passieren, wenn der Akku alt ist, wenn das Gerät überhitzt oder wenn ein Ladegerät eines anderen Herstellers verwendet wird. Er rät deshalb: „Elektronische Geräte sollte man beim Aufladen nie unbeaufsichtigt lassen.“

rm/kg

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