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Wohnung brennt: Nachbar wird zum Helden - Feuerwehr ausgebremst

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Von: Kathrin Böhmer

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Das Problem gibt es nicht nur in Gröbenzell: Das Foto zeigt die Brucker Feuerwehr.
Das Problem gibt es nicht nur in Gröbenzell: Das Foto zeigt die Brucker Feuerwehr. © Archiv

Am späten Samstagnachmittag ging die Sirene in Gröbenzell: Aus einer Wohnung quollen Rauchschwaden, die Nachbarn schlugen Alarm. Die Feuerwehr kämpfte hingegen mit parkenden Autos.

Gröbenzell - Es war gegen 17 Uhr, als im Ort die Sirene ertönte. Die Gröbenzeller Feuerwehr, die Kreisbrandinspektion, der Rettungsdienst und die Polizei wurden alarmiert, weil Nachbarn aus dem Fenster einer Dachwohnung in der Parkstraße Rauch aufsteigen sahen und der Rauchwarnmelder laut piepste. 

Die Lage schien brenzlig, da der Bewohner, ein 79-jähriger Mann, sich noch in der Wohnung befand und kaum mehr laufen kann. Ein Nachbar verschaffte sich kurzerhand Zutritt. Er entdeckte schnell die Ursache des Feuers: Ein Abfalleimer brannte lichterloh. Er brachte ihn ins Freie. Laut Polizei hat er dem Senior damit wohl das Leben gerettet - ebenso wie die anderen aufmerksamen Nachbarn. 

Der ältere Herr wurde im Anschluss von Feuerwehr und Rettungsdienst medizinisch versorgt. Er kam mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. 

Parkende Autos versperren den Rettungsweg in Gröbenzell

Glück hatte laut Kommandant Christian Weirauch auch die Feuerwehr bei der Anfahrt: Da bekannt war, dass die Straßen in der Gegend aufgrund von parkenden Autos sehr eng sind, teilte sich die fünf Fahrzeuge vorher auf. Ein Trupp war schnell vor Ort, der andere wurde dann  aber tatsächlich in der Frühlingsstraße ausgebremst. Hätte man nur auf eine Route gesetzt, wären wertvolle Minuten verloren gegangen. 

„Der Maschinist muss rangieren, um nirgendwo anzustoßen“, erklärt Weirauch. Ein Feuerwehrauto ist um die 2,50 Meter breit. Die Feuerwehren im ganzen Landkreis haben immer wieder mit diesem Problem zu kämpfen

Weirauch betont auch, dass sicherlich niemand absichtlich so parke. Die Bürger sollten aber eine Fahrbahnbreite von drei Metern freihalten. „Am besten parkt man in der Garage“, erklärt Weirauch. 

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