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Bürgermeister Martin Schäfer und Kommandant Christian Weirauch bei der Übergabe eines neuen Fahrzeugs im September 2018.

Gröbenzell

Feuerwehrhaus kommt auf dem Prüfstand

Das Feuerwehrhaus in Gröbenzell ist in die Jahre gekommen. Es entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen. Das ist bekannt. Nun soll Geld in die Hand genommen werden.

Gröbenzell – Die Feuerwache an der Wildmoosstraße ist über 40 Jahre alt. „Ein Denkmal der Siebzigerjahre, in einem seltenen Originalzustand“, wie Peter Falk (SPD) im Gemeinderat betonte. In der langen Zeit hat sich viel verändert. Mittlerweile gibt es auch Feuerwehrfrauen – und die brauchen Umkleide- und Sanitärräume. Falk wünscht sich, dass das Feuerwehrhaus auf Vordermann gebracht wird und zudem gemeindliche Wohnungen entstehen.

Im Gemeinderat stieß er damit auf Gegenliebe: Eine Machbarkeitsstudie soll in Auftrag gegeben werden. Im Haushalt für das laufende Jahr waren dafür 100 000 Euro vorgesehen. Doch das Geld wurde nicht angetastet und daher im Rahmen des Nachtragshaushalts herausgestrichen. Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) versprach aber, dass es 2020 wieder ein Budget für diese Maßnahme geben wird.

Machbarkeitsstudie: Begeisterung gering

Die Begeisterung für eine Machbarkeitsstudie war bei Cordula Braun (UWG) zunächst gering. Sie sprach von einem „Selbstberuhigungsprogramm“. Wenn ein Umbau erforderlich sei, dann solle man es auch machen, forderte sie. Auch Klaus Coy (FDP) sagte ironisch: „Es ist ja klar, dass man Feuerwehrhäuser bauen kann.“ Dafür brauche man keine Studie. In diesem Fall könnte man aber von einer Vorplanung reden. Schäfer ergänzte, die Studie werde genau beleuchten, was gebraucht werde. Ist eine Tiefgarage notwendig? Wie viele Autos werden benötigt? Ist das jetzige Grundstück der richtige Ort für die Zukunft? Und lohnt sich eine Sanierung, fügte Feuerwehr-Kommandant Christian Weirauch hinzu.

Laut Falk soll auch geprüft werden, was die Statik beim Bestandsgebäude zulässt und was laut Bebauungsplan auf dem Grundstück erlaubt ist. Er forderte: „Es darf keine Denkverbote geben“.

Bevor eine Machbarkeitsstudie erstellt werden kann, muss erst feststehen, wie der Bedarf der Feuerwehr aussieht, welche Räume sie benötigt. Daran wird nun gearbeitet, berichtete Weirauch.

Noch aber funktioniere das Feuerwehrhaus, beruhigte Schäfer. „Es liegt nicht in Schutt und Asche.“ Für ihn steht fest: Je länger mit Sanierung oder Neubau gewartet werde, umso teurer werde es.

Teure Neubauten

Wie teuer Neubauten werden können, diese Erfahrung macht derzeit nicht nur die Gemeinde Gröbenzell. Als Beispiel berichtete Schäfer von der Mittelschule in Puchheim, deren möglicher Neubau auf rund 50 Millionen Euro geschätzt werde. Mit Blick auf Gröbenzells derzeit teuerstes Projekt, das neue Rathaus, dessen Bau momentan bei rund 20 Millionen liegt, steht für ihn daher fest: „Das ist fast schon ein Schnäppchen.“

In Zukunft kommen weitere große Ausgaben für Gebäude auf die Gemeinde zu – bei den Investitionen für den Rathausneubau und für das (sanierte oder neue) Feuerwehrhaus wird es nicht bleiben. Bürgermeister Schäfer stellte nämlich klar, dass nicht nur die Rettungswache, sondern mehrere gemeindliche Gebäude auf Vordermann gebracht werden müssen. (sus)

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