Steine bemalen und Pflanzen kennenlernen: Großen Spaß hatten die elf Kinder der neuen Gruppe des Bund Naturschutz beim ersten Treffen. Fo to: tb

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Frau Zuber, wie kann man Kinder für die Natur begeistern?

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Um Mädchen und Buben die heimische Flora und Fauna näher zu bringen, hat der Bund Naturschutz Gröbenzell eine neue Kindergruppe ins Leben gerufen. Der Andrang ist enorm. Im Tagblatt-Interview verrät Ariane Zuber, Vorsitzende der Ortsgruppe, wie man den Nachwuchs für die Natur begeistern kann.

Gröbenzell – Um Mädchen und Buben die heimische Flora und Fauna näher zu bringen, hat der Bund Naturschutz Gröbenzell eine neue Kindergruppe ins Leben gerufen. Der Andrang ist enorm. Im Tagblatt-Interview verrät Ariane Zuber, Vorsitzende der Ortsgruppe, wie man den Nachwuchs für die Natur begeistern kann.

-Frau Zuber, laut dem Jugendreport 2016 glauben viele Kinder, dass Ananas und Bananen im Wald wachsen. Stimmt es, dass Kinder immer weniger über die Natur wissen?

Das kann man so pauschal nicht sagen. Die elf Kinder in unserer Gruppe wussten eine ganze Menge. Ich konnte gar nicht so schnell schauen, wie sie mir die Pflanzen gezeigt haben. Es hängt viel von den Eltern ab, ob sie mit den Kleinen rausgehen oder nicht.

- Wie kann man den Nachwuchs für die Natur begeistern?

Das ist ganz einfach: Einfach rausgehen mit den Kindern. Man kann zum Beispiel draußen Forschungsarbeit betreiben, indem man ein Mikroskop dabei hat oder jemanden, der sich mit Pflanzen auskennt. Allerdings gibt es nicht mehr so viel Wildnis bei uns. Deshalb muss man wissen, wo.

-Welche Stelle in Gröbenzell ist denn dafür geeignet?

Zum Beispiel der Böhmerweiher. Dort kann man viele Pflanzen und Flechten finden. Jetzt im Herbst kann man auch Kastanien sammeln und Männchen daraus basteln und Blätter pressen oder den Versuchsgarten in Grafrath erkunden.

-Was haben Sie denn mit der Kindergruppe gemacht?

Wir haben uns unser Biotop an der Ecke Zweigstraße/Sudetenstraße angeschaut. Die Kinder haben Steine gesucht, die sie dann bemalt und die Namen der Pflanzen darauf geschrieben haben. Das nächste Mal am Freitag, 20. Oktober, kommt eine Vertreterin der Gröbenzeller Igelstation ins Bürgerhaus.

-Kann man sich denn noch für die Gruppe anmelden?

Leider nicht. Alle Termine sind ausgebucht, und wir haben schon zehn Voranmeldungen für die nächste Runde. Die Nachfrage ist so groß, dass wir gerne eine zweite Gruppe aufmachen möchten. Allerdings fehlen uns die Betreuer.

-Was muss man denn als Betreuer mitbringen?

Man braucht keine große Vorbildung, weil immer jemand dabei ist, der befähigt ist, eine Gruppe zu führen. Immer im Frühjahr kann man einen Schein machen, dass man eine Gruppe alleine leiten kann. Wer Interesse hat, kann sich bei Larissa Holmer Telefon (01 78) 8 85 42 05 melden. Gerne auch per E-Mail an larissa-holmer@gmx.de.

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