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Rote Schleife zur Eröffnung: Bürgermeister Martin Schäfer erklärte, wie der Verleih funktioniert. Foto: weber

Gröbenzell

Am Bahnhof kann man sich nun Räder leihen

In Gröbenzell schlägt man zukünftig zwei Fliegen mit einer Klappe: Fundräder, die keiner mehr abholt, werden hergerichtet und können am Bahnhof ausgeliehen werden – und zwar umsonst. Den Startschuss gab nun Bürgermeister Martin Schäfer.

Gröbenzell – 14 Räder stehen an zwei Radlständern nördlich und südlich des S-Bahnhofs zur Ausleihe bereit. Weitere Stationen – etwa an der Olchinger Straße – könnten folgen, sagte Bürgermeister Schäfer bei der Eröffnung. 5500 Euro hat die Gemeinde bisher in die „Frei.Leih.Rad-Aktion“ investiert. Ein Großteil davon, nämlich 80 Prozent, werden von der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen Bayern (AGFK) übernommen.

Genutzt werden Fundräder, die von ihren Eigentümern bei der Gemeinde nicht abgeholt wurden. Die Räder wurden aufbereitet und verkehrssicher gemacht. Dafür konnte der frühere CSU-Gemeinderat Eugen Schlegl gewonnen werden. Schlegl hat bereits Erfahrung damit, Fahrräder wieder verkehrssicher zu machen. Er hat in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Fundräder für Flüchtlinge wieder auf Vordermann gebracht. Und dies immer komplett ehrenamtlich.

Reparatur ehrenamtlich

Abzuwarten sei nun, wie die Nutzer mit dem Projekt umgehen. Zwar ist es laut den Nutzungsbedingungen untersagt, die Kombination für die Zahlenschlösser weiterzugeben. Doch dass dies getan wird, ist laut Schäfer nicht auszuschließen. Auch dass so manches Rad auf Nimmerwiedersehen verschwindet, oder nicht zurückgebracht wird, müsse man in Betracht ziehen.

Bauhofmitarbeiter passen auf

Die Mitarbeiter des Bauhofs werden daher in Zukunft ihre Augen offen halten und tagelang herumstehende Leihräder wieder zu den Stationen zurücktransportieren. Wenn Bürgern etwas in dieser Richtung auffällt, können sie dies auch der Gemeinde melden. Das „Frei.Leih.Rad“ ist ein Pilotprojekt. „Es kann gut gehen oder auch nicht“, betonte Schäfer. Er sei allerdings optimistisch. „Die Leute sind nicht so schlecht, wie wir oft denken“.

Denn auch die Fahrradluftpumpen, die die Gemeinde vor vier Jahren am Bahnhof aufgestellt hat, würden bis heute stehen – und funktionieren. Ende Oktober endet die erste Saison für die Leihräder. Dann werden sie wieder eingesammelt und für die nächste Saison flott gemacht. Im April kommenden Jahres sollen sie dann wieder aufgestellt werden.

Die Idee kommt aus Fürstenfeldbruck

Die Idee mit den Leihrädern wurde bereits vor fünf Jahren geboren. Der damalige Bürgermeister von Fürstenfeldbruck, Klaus Pleil, berichtete Schäfer davon. Pleil musste aus gesundheitlichen Gründen sein Amt abgeben, und konnte seine Idee nicht mehr realisieren. Schäfer jedoch, der anfangs skeptisch war, setzte das Projekt um. Immerhin verschwinden in Gröbenzell jährlich etwa 200 Räder – am Bahnhof werden sie teilweise auch einfach nur kaputt gemacht. Allerdings verlief die Umsetzung nicht ganz so schnell und unkompliziert, wie er es sich zunächst gedacht hatte. Ein Rechtsanwalt musste eingeschaltet werden, der die Nutzungsbedingungen für den Radverleih erarbeitete.

So funktioniert es

Die Ausleihe funktioniert ganz einfach. Die Anmeldung ist über die Internetseite www.freileihrad.de möglich. Die Nutzer müssen die Nutzungsbedingungen akzeptieren (Mindestalter 16 Jahre). Daraufhin wird den Radlern der Code für die Zahlen- schlösser mitgeteilt. Nach einem Sicherheits-Check, ob Bremsen und Licht funktionieren und die Reifen ausreichend aufgepumpt sind, kann es losgehen. Bis zu 36 Stunden dürfen die Radl genutzt werden, dann müssen sie zu ihren Stationen zurückgebracht werden. (sus)

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