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Beeindruckender Gast: „Vogel-Papa“ Gerhard Wendl päppelt gerade einen Mäusebussard auf. 

Der Herr der Vögel

Bussard gegen Lkw: Vogel in Auffangstation

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An Weihnachten wurde ein Bussard in die Auffangstation von Gerhard Wendl gebracht. Der Vogel hatte Bekanntschaft mit einem Lkw gemacht. Jetzt geht es ihm wieder besser.

Gröbenzell – Der Blick ist stechend, die Flügel sind majestätisch ausgebreitet. Am liebsten würde der Mäuse-Bussard schnell davonflattern in die Freiheit. Doch so weit ist es noch nicht. Ein paar Tage muss der Beutegreifer noch bei „Vogel-Papa“ Gerhard Wendl bleiben, Kraft tanken und seine Blessuren auskurieren.

Bussard lässt sich aufpäppeln

Quasi als Weihnachtsgeschenk landete der beeindruckende Vogel an Heiligabend in der Auffangstation des Gröbenzellers nahe des Olchinger Sees. Eine junge Frau hatte das Tier am Rand der B 471 aufgelesen. Dort saß es verstört herum und machte keine Anstalten, das Weite zu suchen.

Wendl kennt das Problem. Die Bussarde folgen ihrer Leibspeise – den Mäusen. Die zieht es immer öfter an Straßenränder, sagt der 74-Jährige. Dort würden keine Pestizide gespritzt, weshalb es in diesen Bereichen auch noch Wildkräuter gebe. Deren Samen wiederum dienen den Mäusen als Nahrungsquelle. Dem Bussard wird dabei seine Art zu jagen zum Verhängnis. „Er sieht nur die Maus und achtet nicht auf den Verkehr.“

Fliegen wird der Bussard wohl nicht mehr

Dabei müsse es gar keinen direkten Zusammenstoß geben. Allein der Sog – vor allem von Lastwagen – könne den Greifvogel aus der Bahn und auf den Boden werfen. So, vermutet Wendl, erging es auch seinem jetzigen Gast. „Er hatte Prellungen, einen Schock und eine leichte Augentrübung.“ Das sei zwar nicht tödlich. Doch fliegen konnte das Tier nicht mehr. Er wäre so eine leichte Beute für den Fuchs geworden.

Den Jahreswechsel darf der junge Bussard noch in einem Verschlag in der Auffangstation verbringen. Dort ist er sicher vor Raketen und Böllern. Dann geht es für den Räuber der Lüfte zurück in die Freiheit.

Auch nach dem großen Hagelsturm im Mai kümmerte sich Wendl um viele verletzte Vögel.

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