So könnte eine Mobilitätsstation aussehen. (Symbolbild)

Aus dem Gemeinderat

Fünf Mobilitätsstationen für Gröbenzell

Sie sollen eine Alternative zum eigenen Auto sein - Mobilitätsstationen. Gröbenzell will gleich fünf davon in ihrem Gemeindegebiet errichten.

Gröbenzell Die Bürger sollen öfter das Auto stehen lassen und das Fahrrad nutzen. Um dies zu erreichen muss das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel attraktiver sein. Die Kommunen im Landkreis müssen sich untereinander besser vernetzen, aber auch die Vernetzung mit der Stadt München muss sich verbessern. Mobilitätsstationen sollen dazu beitragen – Stationen, die unter anderem Bike- und Carsharing anbieten.

Die Kosten für die Einrichtung der Stationen müssen die Kommunen nicht alleine tragen, sie werden vom Bund gefördert. Es gibt auch immer mehr davon. Puchheim und Olching haben bereits die Einrichtung mehrerer derartiger Stationen beschlossen und die Stadt München hat zu den bereits vorhandenen 125 weitere beschlossen, darunter eine in Lochhausen.

An den Mobilitätsstationen kann man MVG-Räder ausleihen

Der Gemeinderat Gröbenzell hat nun ebenfalls fünf Stationen beschlossen. Zudem soll geprüft werden, ob auf der südlichen Seite des Bahnhofs ein Carsharingangebot eingerichtet werden kann. Vorausgesetzt die Förderung wird genehmigt. Jedes Fahrrad kostet rund 2000 Euro. Genutzt werden MVG-Räder, die auch in München im Einsatz sind. Dazu kommen Kosten für die Abstellanlagen und Unterhaltskosten.

Reinhard Paesler (CSU) war von der Einrichtung der Stationen begeistert, in München hätten sie sich bewährt. Ursprünglich hatte die Rathausverwaltung dem Gemeinderat zwei Stationen vorgeschlagen – eine am Bahnhof mit zehn Rädern und eine im Gewerbegebiet Am Zillerhof mit fünf Rädern. Brigitte Böttger (CSU) wunderte sich allerdings, warum eine Station Am Zillerhof vorgeschlagen wurde. Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) erklärte: Mitarbeiter des Rathauses und der Firmen im Gewerbegebiet könnten so vom Lochhauser oder Gröbenzeller Bahnhof zu ihrem Arbeitsplatz radeln.

Grüne haben wegen fehlender Informationen gegen Mobilitätsstationen gestimmt

Der stete Radler Martin Runge (Grüne) war skeptisch. Er fragte sich, was macht ein potenzieller Nutzer, wenn er beispielsweise nach getaner Arbeit zur Station Am Zillerhof kommt, um wieder zu einem der Bahnhöfe zurück zu radeln und die fünf Räder sind ausgeliehen. Marianne Kaunzinger (UWG) hielt nichts von nur zwei Stationen. Denn, „sie sind eine Supergelegenheit die Leute aufs Rad zu kriegen“.

Der Bürgermeister schlug daraufhin die Einrichtung von fünf Stationen vor. Ohne allerdings zu erläutern, wo die zusätzlichen drei eingerichtet werden sollen, wie Runge kritisierte. Der Grüne stimmte dann mit weiteren fünf Gemeinderäten gegen das Konzept, die Mehrheit votierte aber dafür.

von Susanne Schwind

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