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Gröbenzell bekommt bald ein neues Kinderhaus. (Symbolfoto)

In Gröbenzell

Ja zum neuen Kinderhaus

Dem Bau eines neuen Kinderhauses im Herzen Gröbenzells steht nichts mehr im Wege. Der Gemeinderat brauchte dafür aber zwei Anläufe. 

Gröbenzell– Beim zweiten Anlauf hat es geklappt: Der Gröbenzeller Gemeinderat hat beschlossen, dass auch dem gemeindlichen Grundstück an der Kreuzung von Zweig- und Augsburger Straße ein Kinderhaus mit vier Gruppen entstehen soll. Das Areal umfasst 1800 Quadratmeter, das Gebäude soll zweigeschossig sein – allerdings ohne Keller, das spart Zeit.

Es ziehen immer mehr Familien mit Kindern nach Gröbenzell

Zweiter Anlauf deshalb, weil vor knapp einem halben Jahr die Mitarbeiter der Verwaltung den Gemeinderatsmitgliedern schon einmal eine entsprechende Idee präsentiert hatten. Damals hagelte es Kritik und der Vorschlag wurde zurückgezogen. Vor allem die Art und Weise, wie das Grundstück vergeben werden sollte, nämlich in Erbpacht, war auf Ablehnung gestoßen.

Allerdings ist schnelles Handeln geboten: Die Zahl der sehr jungen Gröbenzeller steigt rapide an. Das betrifft vor allem Zugezogene: Zwischen 2010 und 2017 kamen durchschnittlich noch 16 Kinder im Jahr nach Gröbenzell. 2018 und 2019 explodierte die Zahl: 60 Kinder wurden durchschnittlich pro Jahr gezählt. Dass eine weitere Einrichtung für Kinderbetreuung notwendig ist, war auch im Gemeinderat unumstritten. Heiß diskutiert wurde aber der Vorschlag, in vorgefertigter Modulbauweise, einstöckig für drei Gruppen, ohne Keller und ohne Wohnungen zu bauen.

Das neue Kinderhaus wird wohl keinen Keller haben

Letztere wünscht sich Peter Falk (SPD). Und die Kindergartenreferentin Anita Rieger (CSU) wollte wissen, warum das Gebäude einstöckig geplant sei. Zweistöckig hätte es weniger Versiegelung und mehr Außenspielfläche. Anton Kammerl (CSU) brachte zudem den Wunsch nach einem Keller ein. Doch Keller und Wohnungen hätten zur Folge, dass es rund ein Jahr länger dauern würde, bis das Kinderhaus parat stehe, erfuhren die Gemeinderäte vom Leiter des Bauamtes Markus Groß. In Modulbauweise ohne Keller, ohne Wohnungen und dann auch ohne Tiefgarage ist die Fertigstellung für den Herbst 2021 vorgesehen.

Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) räumte zwar ein, dass ein Keller insofern gut wäre, als dass auch Lagerfläche im Ort dringend benötigt werde. Doch angesichts der Zeit, die ein solcher Bau in Anspruch nehme, sprach er sich dagegen aus.

Bei den Kosten der Planung wird es wohl nicht bleiben

So wurde es dann auch beschlossen. Betreiben soll die Einrichtung ein externer Träger, der noch gesucht werden muss. Die voraussichtlichen Kosten konnten noch nicht angegeben werden.

Die ursprüngliche Planung mit drei Gruppen war einschließlich Möblierung auf 2,8 Millionen Euro geschätzt worden, wobei mit bis zu 1,2 Millionen Euro an Zuschüssen zu rechnen war. Bei dieser Summe wird es aber wohl nicht bleiben.

von Susanne Schwind

Hier finden Sie den Stichwahl-Check der beiden Bürgermeister-Kandidaten.

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