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Solche autonomen Minibusse könnten auch bald durch Gröbenzell fahren.

Vision von den Grünen

Im autonomen Minibus durch Gröbenzell

Minibusse, die in einer Ringlinie fahrerlos durch Gröbenzell fahren – noch ist dies eine Vision. Doch Grünen-Sprecher Walter Voit, kann sich vorstellen, dass dies eines Tages Realität wird. Und dass dies zur Reduzierung des Individualverkehrs, eines der Ziele der Grünen in ihrem Wahlprogramm, beiträgt.

Gröbenzell– Bürgermeisterkandidat Ingo Priebsch weiß wohl um die Wirkung solcher Aussagen. Er fügt an: „Wir wollen nicht, dass Gröbenzell komplett autofrei wird.“ Aber der Verkehr soll weniger werden – durch einen besseren ÖPNV, zusätzliche E-Ladesäulen, Carsharing, Bikesharing oder E-Rikschas. Um die E-Mobilität zu fördern, sollen etwa Garagenhöfe elektrifiziert und Parkplätze von Supermärkten mit Photovoltaik überdacht werden. Kunden können während des Einkaufs Strom tanken.

Für Radler rückt die Sicherheit in den Fokus. Priebsch berichtet von Beschwerden von Bürgern über den Zustand der Staatsstraße. Er selbst nutze die Straße nachts auch nicht, sondern den Gehweg, wie er sagt. Priebsch schlägt vor, die Parkplätze bei den Einkaufsmärkten auf der Staatsstraße aufzulösen und stattdessen einen Radweg anzulegen. Zudem könne zumindest in Teilbereichen, – wie beim Integrationskindergarten – Tempo 30 angeordnet werden. Die Kirchenstraße im Ortszentrum könnte in Zukunft zu einer niveaugleichen Verkehrsfläche mit vorgeschriebener Schrittgeschwindigkeit für alle Verkehrsteilnehmer werden.

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Reine Wohngebiete sind auf Dauer nicht sinnvoll

Am Herzen liegt den Grünen bezahlbarer Wohnraum. Die Idee ist, künftig mehr in die Höhe zu bauen, um weniger Fläche versiegeln zu müssen und zusammenhängende Grünflächen zu schaffen. Voit präzisiert: „Geschosswohnungsbau, der kostengünstig ist.“ Zum Beispiel für Erzieherinnen, Pflegekräfte und andere. Eine Möglichkeit wäre, Parkplätze (etwa am Freizeitgelände oder hinter der Post) zu überbauen.

Priebsch sieht es nicht als sinnvoll an, auf Dauer reine Wohngebiete zu erhalten, weil Gewerbe daraus vertrieben wird. Die Alternative: allgemeine Wohngebiete.

Der Böhmerweiher soll so bleiben, wie er ist

Auch für den Klimaschutz wollen die Grünen mehr tun. Sie wünschen sich Freiflächenanlagen für Photovoltaik, etwa auf einer Fläche in Richtung Olching südlich der Bahn. Verbessern wollen die Grünen auch das Klima im Rathaus – durch mehr Bürgerbeteiligung und eine moderne, wertschätzende Führungskultur in der Gemeindeverwaltung.

Ebenfalls im Programm: seniorengerechte Angebote, wie wohnortnahe Versorgungsmöglichkeiten, Beratungsstellen oder Demenzgruppen. Der Böhmerweiher, der schon vergangenes Jahr die Lokalpolitik beschäftigte, soll im Prinzip so bleiben, wie er ist. Die dort nachgewiesenen schützenswerten Tiere und Pflanzen ließen eine intensive Nutzung des Areals nicht zu. Und für die jungen Gröbenzeller soll eine Alternative zur Hexe her. Vielleicht im früheren Polizeigebäude oder auf dem Gelände der früheren Essotankstelle.

von Susanne Schwind

Bürgermeister-Kandidaten-Check bei der Podiumsdiskussion des Bund Naturschutzes

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