Kein zentrales Feuerwerk für Gröbenzell.

Sie sind nicht die Einzigen im Landkreis

Auch Gröbenzell lehnt zentrales Feuerwerk ab

Viele Kommunen haben es vorgemacht. Jetzt zieht Gröbenzell nach und lehnt ein zentrale Feuerwerk an Silvester ab.

Gröbenzell – Auch in Gröbenzell wird es in Zukunft kein zentrales Silvesterfeuerwerk geben. Der Gemeinderat hat einen Antrag der UWG mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Olchinger, Eichenauer und Germeringer Stadträte konnten sich ebenfalls nicht mit einem zentralen Feuerwerk anfreunden. Puchheim bleibt also bisher die einzige Kommune im östlichen Landkreis mit diesem Angebot.

Die UWG-Fraktionsvorsitzende Marianne Kaunzinger hatte sich durch eine zentrale Laser-Lichtshow oder ein Feuerwerk weniger Müll, weniger Lärm und weniger Feinstaub versprochen. Und wenn nur 100 Bürger kämen, würden die zumindest nicht alle einzeln böllern. Ihr Vorschlag: Den Platz vor dem künftigen Rathaus nutzen. 

Zentrales Feuerwerk hält Menschen nicht vom Böllern ab

Nicht nur Peter Falk (SPD) zeigte dafür wenig Begeisterung: „Das ist nicht die klassische Gemeindeaufgabe.“ Ihm lagen zudem die Rathausmitarbeiter am Herzen.

Diese sollten an Sylvester nicht eine Party organisieren müssen. Michael Schweyer (CSU) fügte hinzu: „Die Verwaltung hat wichtigere Dinge zu tun.“ Zudem stellte er klar, dass jeder den Raketen einfach nur zuschauen könne. Martin Runge (Grüne) war überzeugt: „Die Leute, die böllern wollen, böllern weiter.“

So sah es auch Klaus Coy (FDP): „Ich fürchte, das wird ein zusätzliches Feuerwerk“. Die Umweltreferentin Monika Baumann (Grüne) war hingegen begeistert. Denn: „Der Feinstaub, der an Silvester durch die fliegenden Raketen anfällt, ist immens.“

Nur drei Stimmen für ein zentrales Feuerwerk

Cordula Braun (UWG) war überzeugt davon, dass die Verwaltung nicht wochenlang über eine solche Veranstaltung nachdenken müsse, sondern das auch unkomplizierter gehen müsse. Doch Bürgermeister Martin Schäfer, ebenfalls UWG, entgegnete: „Es gibt keinen kleinen Aufwand.“

Der Rathaus-Chef ist überzeugt, dass insgesamt ein Umdenken stattfinden müsse. Baumann, Braun und Kaunzinger waren letztlich die einzigen im Gröbenzeller Gemeinderat, die für das zentrale Silvesterfeuerwerk votierten.

In den folgenden Monaten sprachen sich immer mehr Kommunen gegen Feuerwerke aus. In Bad Tölz wurde zum Kurparkfest am 4. August eine spektakuläre Ersatzlösung gefunden.  

von Susanne Schwind

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