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Bayerischer Landtag

Protest gegen Olchinger Pläne

Gröbenzell beschließt Petition gegen Südwestumfahrung

Die Vorbereitungen für den Bau der Olchinger Südwestumfahrung haben längst begonnen. Im vergangenen Herbst wurden Bäume und Büsche gerodet. Trotzdem geben die Gegner den Protest nicht auf – auch in Gröbenzell wird jetzt wieder Widerstand laut.

Gröbenzell –  Der Gemeinderat hatte den Bau der Straße immer wieder abgelehnt. Nun hat das Gremium auf Antrag des Landtagsabgeordneten der Grünen, Martin Runge, eine Petition gegen das Projekt beschlossen, die der Staatsregierung vorgelegt wird. Runge ist ein lautstarker Gegner der Südwestumfahrung. Er fürchtet einen gravierenden Eingriff in die Natur, Probleme mit Hochwasser, außerdem hält er den Nutzen im Verhältnis zu den Kosten für gering (wir berichteten). „Verkehrsbelastungen überwiegen die Entlastungen bei weitem“, ist er überzeugt. Das wirke sich auch auf die Anrainergemeinden Gröbenzell und Eichenau aus. Autofahrer würden die Umfahrung nutzen, um durch Gröbenzell und Lochhausen zur A 99 zu gelangen. Noch größer wäre die Belastung, würde auch noch die Südostumfahrung gebaut, warnt Runge.

Olching würde hingegen erst von einer deutlichen Verkehrsentlastung profitieren, wenn die Südostumfahrung gebaut werde. So gehe es aus dem Planfeststellungsbeschluss hervor. In dem Verfahren wurde zudem die Südwestumfahrung lediglich als erste Baustufe bezeichnet. Die Südostumfahrung wurde sogar als Argument für den Bau der Südwestumfahrung herangezogen.

Runge war mit seiner Kritik nicht alleine im Gemeinderat. Reinhard Paesler (CSU) warnte, der Bau der Straße „würde sich außerordentlich schädlich auswirken“. Verkehr würde von der B 471 abgezogen und über Gröbenzell und Lochhausen zur Autobahn geleitet. Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) zeigte sich verwundert über die Angelegenheit. Er erklärte, dass es beim Ausbau der Staatsstraße zwischen Gröbenzell und Lochhausen eine ähnliche Problematik gibt wie in Olching. Bei dem Areal rund um den Gröbenbach handle es sich ebenso um ein vorläufig gesichertes Überschwemmungsgebiet – nur verzögere sich hier der Bau. „Und an anderer Stelle ist dies wurscht“, so Schäfer.

Mit überwältigender Mehrheit sprach sich der Gemeinderat schließlich für die Petition aus, lediglich Kurt Köppl (CSU) stimmte dagegen.  sus

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