Kinderbetreuung
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Gröbenzell braucht mindesten zwei Kindergarten- und Krippengruppen. (Symbolbild)

Provisorium soll errichtet werden

Engpass Kinderbetreuung: Gröbenzell sucht nach Lösung

Die Gemeinde Gröbenzell benötigt mehrere Kinder-Betreuungsgruppen, um den Bedarf zu decken. Jetzt wird nach Lösungen gesucht.

Gröbenzell – Die Gemeinde braucht mindestens zwei bis drei Kindergarten- und Krippengruppen, um den Bedarf zu decken. So steht es im aktuellen Bericht zum Haushalt. Genaue Zahlen liegen allerdings noch nicht vor. Bis zusätzliche Plätze angeboten werden können, wird aber noch einige Zeit vergehen.

Auf dem Grundstück Ecke Zweig-/Augsburgerstraße soll ein zweigeschossiges Provisorium für vier Gruppen errichtet werden. Es soll nach fünf Jahren wieder abgebaut und durch einen festen Bau an anderer Stelle ersetzt werden. Zunächst verzögerte sich die Planung, weil mehrere Gemeinderäte sich dafür stark gemacht hatten, dass eine Fichte auf dem Grundstück erhalten werden soll. Anschließend war der Bau vom Rathaus ausgeschrieben worden, doch keine einzige Firma hatte ein Angebot abgegeben.

Sieben Firmen hatten sich zwar die Ausschreibungsunterlagen eingeholt, dann aber kein Angebot abgeben. Jetzt ist klar, warum: Mehreren Firmen war die Mietdauer von fünf Jahren zu kurz, oder die Anforderungen zu hoch, andere waren ausgelastet. Zwei Firmen hatten einen alternativen vereinfachten Entwurf vorgeschlagen.

Zudem hatte dem Rathaus Anfang vergangener Woche ein Angebot mit verändertem Grundriss als ausgeschrieben vorgelegen. Hätte die Gemeinde hier zugegriffen, wäre der Bau zum Ende des Jahres fertig gewesen. Doch mittlerweile ist das Angebot anderweitig vergeben.

Mehrheitlich hat der Gemeinderat daher nun entschieden das Kinderhaus überarbeitet erneut auszuschreiben und dabei eine andere Zeitschiene als vorgegeben oder aber auch andere Entwürfe zuzulassen. Dabei müsse jedoch darauf geachtet werden, dass die Entwürfe genehmigungsfähig sind, betonte Bauamtsleiter Markus Groß.

Beschlossen wurde dies gegen neun Stimmen und trotz so mancher Warnung. Denn wie Peter Falk (SPD) betonte, hatte Kämmerer Gregor Kamp in seinem Haushaltsbericht bei einer Neuausschreibung der Einrichtung vor „großen Kostenrisiken, die die Gemeinde Gröbenzell überfordern könnten,“ gewarnt.

1,1 Millionen Euro stehen für den Bau des Kinderhauses im Haushalt bereit. 66 000 Euro würden als Zuschuss fließen, wenn nach den fünf Jahren ein dauerhafter Neubau an einer anderen Stelle folgt. Dieses ist derzeit zwar geplant. Es könnte aber sein, dass ein Neubau in fünf Jahren gar nicht mehr notwendig ist. Denn wie der Kämmerer bereits im Herbst vergangenen Jahres erläutert hatte, besteht ab 2025 ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter. Dann könnte es sein, dass Horte für Grundschüler nicht mehr benötigt werden und damit Räume für die Kleineren frei werden. Kamp zweifelte, ob es trotz der Zeitverzögerung gerechtfertigt ist, einen Interimsbau anzumieten. Doch Kindergartenreferentin Anita Rieger (CSU), betonte: „Es ist unsere Pflicht, dafür zu sorgen ,Plätze in ausreichendem Maß zur Verfügung zu stellen“.  sus

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