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Die Aussegnungshalle auf dem Friedhof wurde errichtet als Gröbenzell lediglich 6000 Einwohner hatte.

Realisierungswettbewerb

So geht es weiter mit der Gröbenzeller Aussegnungshalle

Seit Jahren fordert Brigitte Böttger eine vergrößerte Aussegnungshalle am Friedhof. Nun hat der Gemeinderat einen Realisierungswettbewerb auf den Weg gebracht.

Gröbenzell – Die Rathausverwaltung wurde beauftragt, die Auslobung dafür zu erarbeiten. Zuvor hatten der Finanzreferent Peter Falk (SPD) und der Liegenschaftsreferent Thomas Eichler (CSU) eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von Parteien, der Verwaltung, der evangelischen und katholischen Kirche und des Seniorenbeirates erarbeitet, welche Veränderungen sie sich wünschen.

Das sind demnach die Fakten: Die Aussegnungshalle ist grundsätzlich sanierungsbedürftig, der Standort der Orgel, die in einem Nebenraum untergebracht ist, ungünstig, und diverse Räume fehlen – so können Angehörige derzeit nicht im kleinen Kreis von einem verstorbenen Abschied nehmen. Zudem müssen die Lautsprecheranlage verbessert, die Toilettenanlage erneuert, behindertengerechte Toiletten gebaut und auch die Heizung erneuert werden.

Die bestehende Aussegnungshalle bietet zu wenig Platz

Fest steht auch, dass die Halle derzeit über lediglich 58 Sitzplätze verfügt und Trauergäste, die derzeit keinen Platz finden, davor, ungeschützt vor der Witterung, Trauerfeiern verfolgen müssen. Es fehlt nämlich ein Vordach. Zählungen haben aber auch ergeben, dass lediglich rund zehn von 200 Beisetzungen im Jahr von mehr als 100 Trauergästen besucht werden. Daher warnte die Arbeitsgruppe auch davor, eine zu große Aussegnungshalle zu schaffen. Vorgeschlagen wurde, das Oktogon aus den 50er-Jahren vollständig zu entkernen. So könnten rund 100 Sitzplätze entstehen. Auf einem Teil des benachbarten Spielplatzes soll ein Gebäude etwa für Aufbahrung und Verabschiedung errichtet werden.

Angedacht ist nach Abschluss des Wettbewerbs, die Realisierung in drei Schritte aufzuteilen. Zunächst wird das neue Gebäude erstellt, im Innenraum ohne Trennwände, sodass es auch für Trauerfeiern genutzt werden kann. Im zweiten Schritt wird die Aussegnungshalle entkernt, saniert und möglicherweise im rückwärtigen Bereich ein kleiner Anbau für die Technik, als Aufenthalt für die Bestatter und als Stuhllager geschaffen. Anschließend könnten darin dann wieder die Trauerfeiern stattfinden. Abschließend soll das neue Funktionsgebäude fertig gestellt werden.

sus

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