Aus dem Gemeinderat

Gröbenzell forciert Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft

Der Landkreis hat die Gründung einer landkreisweiten Wohnungsbaugesellschaft zwar vor einiger Zeit schon abgelehnt. Doch einzelne Kommunen haben jetzt Interesse an der Gründung einer solchen Gesellschaft signalisiert.

Gröbenzell –  Dazu gehören Städte wie Olching, Puchheim und Germering. Aber auch kleinere Kommunen wie Egenhofen und Emmering.

Seit Jahren werden bereits Gespräche geführt. Doch immer wieder habe es geheißen „Schaun wir mal“, klagte Gröbenzells Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) jetzt im Gemeinderat.

Die Gemeinde hat deswegen jetzt Nägel mit Köpfen gemacht. Mit großer Mehrheit hat der Gemeinderat als erste Kommune im Landkreis seine Bereitschaft erklärt, sich an einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis zu beteiligen. Deren Ziel soll es sein, Wohnraum zu errichten, kostengünstig zu vermieten und zu verwalten. Sollten auch Olching und Puchheim sich an einer solchen Gesellschaft beteiligen, könnten diese gemeinsam mit Gröbenzell bereits rund 400 Wohnungen in die Gesellschaft einbringen. Das wäre eine Voraussetzung, um diese wirtschaftlich betreiben zu können.

„Einer muss den ersten Schritt machen“, forderte Schäfer den Gemeinderat zum Handeln auf. Mit „Schauen wir mal“ komme man nicht weiter. Die CSU-Vertreter stimmten gegen den Beschluss. Fraktionssprecherin Brigitte Böttger befürchtete Verpflichtungen durch einen Beitritt, wie etwa Folgekosten. Zudem warnte sie, dass das Gesellschaftsinteresse über dem Interesse einzelner Kommunen stehen könne.

Ihr Fraktionskollege Thomas Eichler befürchtete zudem Nachteile gegenüber Olching und Puchheim, die mehr Gewicht in eine solche Gesellschaft einbringen könnten. Doch Schäfer stellte klar: „Wir haben bis zu 20 000 Quadratmeter Grund, der zur Bebauung ansteht. Wir haben also ein gewaltiges Wörtchen mitzureden.“ Weder Olching noch Puchheim könne mit so etwas dienen.

Michael Leonbacher (FWG) warnte allerdings davor, dass sämtliche Projekte für Jahre auf Eis gelegt würden, wenn alle Grundstücke in eine Gesellschaft eingebracht werden. Schäfer beruhigte ihn mit den Worten: „Keine Kommune bringt ihr gesamtes Tafelsilber in eine Gesellschaft ein.“ Und mit der Bebauung des Züblingeländes wolle man nicht warten, versprach er. Dies soll also nicht in eine solche Gesellschaft einfließen.

Peter Falk (SPD) war von der Idee einer landkreisweiten kommunalen Wohnungsbaugesellschaft begeistert. Er hofft, „dass möglichst viele Kommunen im Landkreis mitziehen“. Denn wenn eine Kommune nicht erkannt habe, dass preisgünstiger Wohnraum geschaffen werden muss, dann habe sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht. „So haben wir die Chance, den Vertrag mit auszuhandeln“, sagte Daniel Holmer (Grüne). Das sei besser, als auf einen Zug aufzuspringen, der bereits fährt, fügte Kämmerer Gregor Kamp hinzu. Bauamtsleiter Günter Pauly stellte zudem klar, eine Wohnungsbaugesellschaft könne besser verwalten und schneller bauen als eine Kommune.  (sus)

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