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Gemeinde erhöht die Miete

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Die Gemeinde erhöht die Mieten © dpa / Patrick Pleul

Erst vor wenigen Wochen hat der Gemeinderat beschlossen, die Miete der gemeindlichen Wohnungen in der Grünfinkenstraße 16 und 18 um 15 Prozent zu erhöhen. Gegen den erbitterten Widerstand von Peter Falk (SPD), dem sich neun Gemeinderäte anschlossen.

Gröbenzell – Jetzt hat der Haupt- und Finanzausschuss erneut eine Mieterhöhung für Sozialwohnungen beschlossen. Zwölf altengerechte Sozialwohnungen in der Farmerstraße, Wohnungen, die an Menschen über 60 Jahren vermietet sind, sollen ebenfalls teurer werden.

Gebaut wurden diese Wohnungen 1986. Die Gemeinde hatte das Grundstück der Oberbayerischen Heimstätte in einem Erbbaurechtsvertrag überlassen. Zudem hatte sie der Heimstätte ein zinsloses Darlehen über knapp 77 000 Euro eingeräumt. Der Erbbauzins wurde bis 1998 vollständig erlassen, seitdem muss die Heimstätte für die Hälfte des Erbbauzinses aufkommen, was 10 000 Euro im Jahr ausmacht.

Die Heimstätte verzichtete dafür auf die fiktive Verzinsung des von ihr eingesetzten Eigenkapitals. Die Zinsen, die die Heimstätte aus dem Eigenkapital hätte einnehmen können, hätte sie das Geld auf dem Kapitalmarkt angelegt, hätten nämlich auf die Mieter umgelegt werden können.

Würden Gemeinde und Heimstätte nicht auf dieses Geld verzichten, könnte die jetzige Miete von derzeit 6,80 auf 9,34 Euro erhöht werden. Erhöht wird sie aber lediglich um 44 Cent je Quadratmeter auf 7,24 Euro.

Auch dies kritisierte Falk: „Mitten in Corona armen Menschen die Miete zu erhöhen ist nicht richtig.“ Die Mehrheit stimmte der Erhöhung dennoch zu.  sus

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