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Neue Stelle im Rathaus

Gröbenzell hat jetzt eine Rathaus-Juristin

Gröbenzell – Im Gröbenzeller Rathaus gibt es ein neues Gesicht: Christine Berwing kümmert sich seit kurzem um Rechtsfragen. Die Stelle wurde extra geschaffen, um sich juristische Kompetenz ins Haus zu holen.

 Jahrzehntelang hatten Juristen im Gröbenzeller Rathaus das Sagen. Eicke Götz, der von 1972 bis 1980 Bürgermeister war, ist Jurist, sein Nachfolger Bernd Rieder, der bis 2004 das Amt inne hatte, ebenfalls. Doch der aktuelle Rathauschef, Martin Schäfer (UWG), hat einen beruflichen Hintergrund. Er war als Unternehmer tätig, bevor er 2014 das Gemeindeoberhaupt wurde. Deshalb hat er sich nun Unterstützung in Sachen Rechtsfragen geholt: Juristin Christine Berwing arbeitet seit November im Rathaus.

Und hier wartet viel Arbeit auf die 30-Jährige. So wird sie bei Klagen und Widersprüchen gegen Bescheide tätig werden und darauf achten, dass die Gemeinde keine Bescheide erlässt, die nicht der gültigen Rechtsprechung entsprechen. Zudem wird sie bei außergerichtlichen Einigungen aktiv werden.

Christine Berwing unterstützt die Gemeinde bei Rechtsfragen.

Und zu ihren Aufgaben gehört es auch, Satzungen systematisch durchzuarbeiten. Denn so manche Satzung ist nicht rechtskonform, wie der Gemeinderat erst kürzlich erfahren musste. So entspricht die Ausbau- und Erschließungsbeitragssatzung nicht dem gültigen Recht und muss nun neu aufgesetzt werden. Beschlossen hat der Gemeinderat auch, die Bebauungspläne der Gemeinde neu aufzustellen. Auch hier wartet viel Arbeit auf Christiane Berwing.

Momentan ist die Juristin aber nicht nur hinter ihrem Schreibtisch im Rathaus anzutreffen, sondern auch in Gemeinderatssitzungen und bei der Bürgerversammlung. Sie möchte nämlich wissen, wie die Stimmung in Gröbenzell ist und was sich Bürger und Gemeinderäte wünschen. Bei der Bürgerversammlung hat die 30-Jährige ihre Kollegen unterstützt, indem sie Fotos gemacht und das Mikrofon an die Bürger herumgereicht hat.

Von ihrer neuen Stelle ist Christiane Berwing derzeit rundum begeistert. „Den Job gab es bisher nicht“, sagt sie. Das genaue Tätigkeitsprofil müsse sich erst entwickeln. „Daher kann ich selber viel gestalten.“

Die Arbeit in einer Verwaltung ist für die 30-Jährige nichts Neues. Nach ihrem Studium in München und einem Auslandssemester in Thailand absolvierte sie ihr Referendariat im Oberlandesgerichtsbezirk München. Im Rahmen dessen war sie auch in Ingolstadt, in der Landeshauptstadt und bei Amnesty International in Berlin tätig. Nach erfolgreich bestandenem zweiten Staatsexamen arbeitete Christine Berwing beim Landratsamt München. Dort war sie für baurechtliche Fragen zuständig.

Dass sie sich um die Stelle beworben hat, hatte mehrere Gründe. Zum einen ist die Tätigkeit in der Gröbenbachgemeinde vielseitiger und näher am Bürger, wie sie erläutert. Zum anderen lebt die 30-Jährige mit ihrem Ehemann im Landkreis Fürstenfeldbruck und erspart sich so viel Fahrtzeit zur Arbeit.  

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