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Das Mahnmal am neuen Standort vor der Kirche in Gröbenzell - doch es gibt einen Fehler.

Neuer Platz in Gröbenzell

Weltkriegs-Mahnmal soll eingeweiht werden - doch Historiker entdeckt peinliche Fehler

Das Mahnmal für die Opfer der beiden Weltkriege sollte wieder einen würdigen Platz in Gröbenzell bekommen. Am Sonntag wird es am neuen Standort feierlich eingeweiht. Der Gröbenzeller Historiker Kurt Lehnstaedt hat aber viele Fehler entdeckt.

Gröbenzell – Konrad Popp, ein Weltkriegsopfer, ist demnach gleich zweimal gestorben, allerdings zu zwei verschiedenen Zeitpunkten. Mehrere Namen wurden falsch geschrieben, unter anderem die von Hans Meyer, Hans Reitmayr, Franz Kroiss und Alfred Sellmaier. Zudem fehlen 28 Namen, darunter auch zivile Opfer. Entdeckt hat das der Autor und Historiker Kurt Lehnstaedt.

Gröbenzell: Peinliche Fehler am Weltkriegs-Mahnmal entdeckt

Die Geschichte des Denkmals reicht einige Zeit zurück. 1954 hatten sich Vereine und Gemeinderat darüber Gedanken gemacht, wie an die Opfer des Krieges erinnert werden könnte. Damals kam die Idee auf, das Mahnmal auf dem Friedhof aufzustellen. Doch Jahre später, 1966, entschied man sich doch für das Zentrum.

Das Mahnmal wurde von den Bildhauern Wolf Hirtreiter und Hubert Elsässer erschaffen. Es handelt sich um ein 2,20 Meter hohes Bauwerk aus französischem Muschelkalk mit zwei Bronzeplatten, auf denen die Namen von Kriegsopfern verewigt wurden. Die Kosten betrugen damals 10 000 Mark. Die Gedenkstätte wurde im Oktober 1968 eingeweiht. Jahrzehnte lang blieb sie auch an dieser Stelle – bis sie 2017 dem geplanten Rathaus-Neubau weichen musste.

Gröbenzell: Weltkriegs-Mahnmal soll an neuem Ort eingeweiht werden

Es folgte eine lange Debatte darüber, wo das Mahnmal in Zukunft wieder errichtet werden sollte. Der Friedhof war erneut im Gespräch, wie bereits in den 1950er-Jahren. Unter anderem durch den Einsatz des historischen Vereins der Gröbenhüter fiel die Wahl dann aber doch auf einen Standort im Zentrum, unweit der alten Heimat: in der Rathausstraße, vor dem Jugendheim der katholischen Kirche. Am kommenden Sonntag wird es hier im Rahmen des Bürgerfestes (siehe Kasten) nach dem ökumenischen Gottesdienst feierlich eingeweiht – mit Weißwurstfrühstück im Anschluss.

Fehler auf Weltkriegs-Mahnmal in Gröbenzell entdeckt: Überlegungen im Rathaus

Wie man mit den Fehlern umgeht, wird derzeit im Rathaus beraten. Das berichtet Bürgermeister Martin Schäfer (UWG). Möglicherweise wird es eine Ergänzungstafel zu dem jetzigen Denkmal geben.

Einweihung ist am Sonntag, 14. Juli, um 11.15 Uhr. Das Mahnmal befindet sich an der Gröbenzeller Rathausstraße vor dem Jugendheim der katholischen Kirche.

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