Die Anmeldung für die Kitas in Freising ist für das Betreuungsjahr 2021/22 von 22. Februar bis 16. März möglich. dpa
+
Insgesamt 48 Kinder können in der Krippe in vier Gruppen betreut werden.

Gröbenzell

Immenser Personal-Mangel in Kita - aber keine Schließung

Ein Gerücht beunruhigt Eltern, die ihre Kinder in der Sterntaler-Krippe an der Wildmoosstraße betreuen lassen: Sie fürchten das Aus der Einrichtung. Leiterin Isabel Leisering beruhigt: Das trifft nicht zu.

Gröbenzell - Auf die Frage, ob Gruppen geschlossen werden müssten, kommt die Antwort aber weniger eindeutig: Sie sehe positiv in die Zukunft. Das Problem: Die Kita, deren Träger die gemeinnützige GmbH Kinderzentren Kunterbunt ist, leidet unter gravierendem Personalmangel. Drei Vollzeitkräfte fehlen. Fünf Kita-Plätze sind nicht besetzt.

Insgesamt 48 Kinder können in der Krippe in vier Gruppen betreut werden. Vier Gruppenleiterinnen, vier Ergänzungskräfte und eine Springerkraft sind eingeplant. Zudem sind die Leiterin, zwei Hauswirtschaftskräfte und ein Reinigungsunternehmen hier tätig.

Mittwoch und Freitag hat die Krippe eigentlich von 7 bis 16 Uhr und Montag, Dienstag und Donnerstags von 7 bis 17 Uhr geöffnet. Die Betreuungszeiten werden aber ab der kommenden Woche reduziert, berichtet Leisering. Öffnen wird die Krippe dann um 7.30 Uhr, schließen um 16 Uhr. Wegen Corona können die Kindereinrichtungen nämlich nicht mehr gruppenübergreifend arbeiten. Eine Regelung, die aufgrund des fehlenden Personals nur durch reduzierte Betreuungszeiten erfüllt werden kann.

Erzieherinnen sind derzeit Mangelware. In diesem Fall spielt es aber keine Rolle, dass die Gemeinde die so genannte Ballungsraum-Zulage in ihren Einrichtungen bezahlt, die privaten Träger wie die Sterntaler-Krippe aber nicht. Je nach Eingruppierung kann der Bonus bis zu 270 Euro im Monat Mehreinnahme bedeuten, dazu kommt ein Kinderzuschlag.

Wie Gröbenzells Kämmerer Gregor Kamp berichtet, zahlt die Krippe ihren Mitarbeitern ebenfalls eine Zulage, nämlich 200 Euro im Monat. Die große Konkurrenz aber sitzt wohl in München. Laut Kamp stockt so manche private Kindereinrichtung in der Landeshauptstadt das Einkommen ihrer Mitarbeiter um bis zu 800 Euro auf. (sus)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare