Die Bahnhofstraße in Gröbenzell.
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Die Bahnhofstraße in Gröbenzell.

Aus dem Ferienausschuss

Jetzt geht’s schnell: In der Gröbenzeller Bahnhofstraße kann gebaut werden

So mancher Grundstückseigentümer hat wohl schon sehnlichst darauf gewartet, in der westlichen Bahnhofstraße bauen zu können.

Gröbenzell – Jahrzehntelang wurde darüber diskutiert, für diesen Bereich zwischen Bahnhof und Angerstraße einen neuen Bebauungsplan aufzustellen. Seit März diesen Jahres ist ein solcher Plan in Kraft, Gewerbe und Wohnungen sollen entlang der Straße entstehen. Aber auch soziale Einrichtungen wie eine Kindertagesstätte oder Betreutes Wohnen sind hier vorgesehen.

Ein großer Teil der Grundstücke ist im Eigentum der Gemeinde. Wann darauf gebaut wird, steht noch nicht fest. Doch für eines der privaten Grundstücke gibt es schon ganz konkrete Pläne. In naher Zukunft entsteht hier ein Neubau mit Tiefgarage. Das wurde jetzt im Ferienausschuss bekannt gemacht. Das 2500 Quadratmeter große Areal soll verkauft werden und der künftige Eigentümer will dort zeitnah bauen, berichtete Bauamtsleiter Markus Groß den Ausschussmitgliedern.

Weil die Gemeinde ein Vorkaufsrecht für die Grundstücke zwischen Bahnhof- und Angerstraße entlang der westlichen Bahnhofstraße hat, musste sich der Ausschuss damit beschäftigen. Zu klären war, ob die Gemeinde die Grundstücke kauft. In der Kirchenstraße hatte die Gemeinde noch vor wenigen Wochen ihr Vorkaufsrecht geltend gemacht und das Grundstück mit einer Drogerie erstanden. Das Areal in der Bahnhofstraße aber wird weiterhin in privatem Eigentum bleiben.

Gemeinde will den Grund nicht kaufen

Der Ferienausschuss hat einstimmig dafür votiert, das Areal nicht zu erstehen. Denn durch den Bebauungsplan ist die städtebauliche Entwicklung sichergestellt, erläuterte Zweiter Bürgermeister Martin Runge (Grüne). Bauamtsleiter Markus Groß berichtete, dass dem Käufer des Areals bereits signalisiert wurde, dass der Bebauungsplan nicht durch Befreiungen ausgehöhlt werden soll.

Auch Peter Falk (SPD) sprach sich dagegen aus, das Grundstück zu erwerben. „Gemeindliche Mittel sollten gezielter bei anderen Dingen eingesetzt werden“, appellierte er an seine Gremiumskollegen.

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Susanne Schwind

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