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Die S-Bahn teilt Gröbenzell.

Aus dem Gemeinderat

Neue Unterführung in Gröbenzell rückt ein Stück näher

Die Bahnlinie teilt Gröbenzell, was so manchen Umweg nötig macht. Die Gemeinde tüftelt seit Längerem an einer weiteren Unterführung für Radler und Fußgänger – nun ist sie zumindest einen kleinen Schritt näher gerückt.

Gröbenzell – Seit Jahrzehnten gibt es den großen Wunsch im Gemeinderat, eine weitere Unterführung (westlich im Bereich des Fischerwegs) zu bauen. Dafür müsste Grund erworben werden, was bisher als zu teuer abgewiesen wurde. Nun hat der Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie für knapp 34 000 Euro in Auftrag gegeben – die ebenfalls die Möglichkeiten einer Querung im Bereich der Gröbenhüter-/von-Koch-Straße ausloten soll. Einigkeit herrschte darüber im Gremium allerdings nicht.

Gerhard Beck (FW): „Ich halte das für rausgeschmissenes Geld“

Bürgermeister Martin Schäfer (UWG), die UWG–Fraktion und Gerhard Beck von den Freien Wählern sprachen sich gegen die Vergabe der Studie aus. „Ich halte die 34 000 Euro für rausgeschmissenes Geld“, betonte Beck. „Mir ist schleierhaft, wo das Geld für den Bau der Unterführungen herkommen soll“, fügte er hinzu. Zudem fehlten nach wie vor die Grundstücke. Er erwartet außerdem nicht, dass in Bälde gebaut wird. Sollte aber in fünf Jahren gebaut werden, sei die Studie schon überholt.

Ähnlich argumentierte Marianne Kaunzinger (UWG). Doch Thomas Eichler (CSU) erwiderte, die Machbarkeitsstudie prüfe lediglich die Durchführbarkeit. Was FDP-Gemeinderat Klaus Coy dazu veranlasste, zu betonen: „Jeder weiß, dass man Bahnlinien untertunneln kann.“

Auch für den Bürgermeister steht fest: „Es wird durchführbar sein.“ Allerdings: „Es wird etliche Millionen kosten“.

Die Unterführung würde das Fahrradfahren fördern

Als Fürsprecher erwies sich hingegen Martin Runge (Grüne). Die Unterführung würde das Fahrradfahren fördern, betonte er. Die Unterführung wäre nicht nur für im südlichen Teil Gröbenzells lebende Bürger, die zum Olchinger See radeln, eine Verbesserung, sondern auch für Olchinger Schüler, die in Richtung Puchheimer Realschule fahren.

Eine Ahnung was finanziell auf die Gemeinde durch den Bau der Bahnquerungen zukommen könnte, wurde den Gemeinderäten bereits vor knapp einem Jahr vermittelt. Der in Planung und Bau derartiger Unterführungen erfahrene Ingenieur Victor Schmitt hatte damals drei bis vier Millionen Euro ins Feld geführt.

Susanne Schwind

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