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Viel Grün und eine helle Fassade: Das Seniorenheim St. Anton heute. 132 Bewohnern bietet es derzeit ein Zuhause.

Altenheim St. Anton

Seniorenresidenz feiert runden Geburtstag

132 Senioren leben derzeit im Gröbenzeller Altenheim St. Anton. Vor Kurzem hat die von der Caritas geführte Einrichtung ihren 40. Geburtstag gefeiert – mit einem großen Fest.

Gröbenzell – „Das war mein schönster Geburtstag“, schwärmt Karl Wimmer. Seinen 88. hat er vor Kurzem gehabt – genau an dem Tag, an dem auch im Seniorenheim St. Anton, in dem Wimmer seit zweieinhalb Jahren lebt, kräftig gefeiert wurde. Denn die Einrichtung gibt es nun seit 40 Jahren.

Eine Blaskapelle aus Geretsried und eine Kindertrachtengruppe sorgten für Unterhaltung im eigens aufgebauten Festzelt. Vertreter der Caritas, dem Träger des Seniorenheimes St. Anton, nebst Bürgermeister Martin Schäfer ließen es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. Und zu Wimmers besonders großer Freude drehte sich im Hof der Anlage ein Spieß mit einem Ochsen. Am Abend wurde dieser dann gemeinsam von Bewohnern, Mitarbeitern, Angehörigen und zahlreichen Ehrenamtlichen gemeinsam verspeist.

1977 ist das von der Caritas geführte Heim eröffnet worden. 132 Bewohnern, überwiegend Frauen, bietet es derzeit ein Zuhause, berichtet die Heimleiterin Marija Burkert. Die meisten Bewohner leben in Einzelzimmern. Lediglich neun Doppelzimmer werden noch angeboten. Eines davon wird von einem Ehepaar bewohnt. Vor einiger Zeit waren es noch wesentlich mehr Doppelzimmer, vor 15 Jahren bot das Heim noch 147 Bewohnern einen Platz. Doch Zweierzimmer sind nicht mehr so gefragt.

In den Anfangsjahren seien die Bewohner früher eingezogen, auch wenn sie noch jünger und auch rüstig waren, erzählt Burkert. „Heute kommen sie erst, wenn sie pflegebedürftig sind.“ Zuvor lebten sie in der Regel alleine und selbstständig, oder unterstützt durch ambulante Pflegedienste oder Familie in ihren eigenen vier Wänden oder nutzen das Betreute Wohnen. In der Regel haben die Bewohner heute bereits ihren 80. Geburtstag gefeiert, wenn sie in das Heim aufgenommen werden wollen.

Betreut werden die Senioren von 107 Mitarbeitern aus Pflege, Hauswirtschaft, Verwaltung und Küche. Sichtlich stolz berichtet Burkert vom Konzept ihres Heimes, das bewohnerorientiert ist. Dies bedeutet, dass Pflege, Hauswirtschaft und Alltagsbegleitung eng zusammenarbeiten, sodass die Bewohner ihren Alltag so weit wie möglich nach ihren Wünschen und Bedürfnissen gestalten können. „Wir sind ein offenes Haus“, betont die Heimleiterin. Das bedeute, dass auch Bewohner mit Demenz sich frei in Haus und Garten bewegen können.

Zudem gibt es zahlreiche Angebote, die das Leben angenehm machen. Es kann Gymnastik gemacht werden, es wird gemeinsam gesungen, das Gedächtnis trainiert, vorgelesen, gebastelt und so manches Fest gefeiert. Sieben Tage in der Woche hat dank Ehrenamtlicher zudem eine Cafeteria geöffnet. Ehrenamtliche sind im Altenheim zahlreich aktiv, insgesamt 75 wie Burkert berichtet.

„Ein solch reichhaltiges Angebot kenne ich von anderen Heimen nicht“, freut sich Christine Anthofer, deren Mutter im St. Anton lebt. Auch die 85-jährige Maria Peter ist vom Leben im Altenheim rundum begeistert. Vor allem die zahlreichen musikalischen Angebote haben es ihr angetan. Aber auch der regelmäßige Kontakt zu den Kindergärten der Umgebung. Besonders gut gefällt ihr auch die Lage des Heims, das gegenüber dem Wildmoospark liegt. Denn dort könne man spazieren gehen. Und man begegne dort auch immer wieder Kindern.

Ganz anders beurteilt Veronika Kunoth die Lage des Heimes. Zwar ist auch die 88-Jährige mit der Einrichtung rundum zufrieden, aber ihr fehlt gelegentlich das Leben um das Heim. Sie wohnte zuvor in einer Einrichtung in Germering und „da war immer etwas los“.

Doch seit einigen Monaten ist es für die Bewohner einfacher geworden, am Leben im Ortszentrum teilzuhaben. Denn auch sie profitieren von der neuen Buslinie 832, die regelmäßig am Altenheim vorbeifährt.

Regelrecht begeistert sind die drei Bewohner vom Essen. „Es ist sehr gut und reichhaltig“, sagt Maria Peter. Zum Frühstück lägen täglich frische Semmeln und Brezn bereit und sonntags sogar ein weiches Ei.

Von Susanne Schwind

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