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Haushalt 2018

Gröbenzell steht finanziell gut da

Die Gemeinde hat ihren Haushalt verabschiedet – und zwar einstimmig. Es gab viel Lob, aber auch einige, kritische Anmerkungen von der CSU-Fraktionsvorsitzenden Brigitte Böttger.

Gröbenzell –  Erfreut war so mancher Gemeinderat über die Bemerkung von Kämmerer Gregor Kamp im Vorbericht zum Haushaltsplan. Dort stand, dass „auf Basis der derzeit prognostizierten Einnahmenentwicklung ein guter Haushalt aufgestellt werden kann“. „Wir stehen gut da“, lobte Grünen-Fraktionsvorsitzender Martin Runge. „Der Haushalt hat alles, was man für die Zukunft braucht“, freute sich Finanzreferent Peter Falk (SPD). Und Michael Leonbacher (FWG) meinte: „Wir dürften einen Haushalt haben um den uns 95 Prozent der Kommunen in Bayern beneiden.“

Insgesamt umfasst der Verwaltungshaushalt 38,3 Millionen Euro. Die Einnahmen aus Lohn- und Einkommenssteuer steigen stetig an. Wurden 2014 aus der Steuer noch 15 Millionen eingenommen, so waren es Mitte diesen Jahres bereits knapp neun Millionen Euro. Ähnlich sieht es bei der Gewerbesteuer aus. 2009 lagen die Einnahmen noch unter vier Millionen, in diesem Jahr bewegen sie sich bereits jetzt bei über acht Millionen Euro.

Kontinuierlich gestiegen ist aber auch so manche Ausgabe, darunter die Personalkosten. Diese sind von weniger als sechs Millionen im Jahr 2009 auf knapp zehn Millionen Euro im laufenden Jahr angewachsen. Hoch waren auch die Ausgaben für die Kreisumlage. 2017 mussten über elf Millionen an den Landkreis abgeführt werden.

Brigitte Böttger freute sich zwar, dass „wir trotz Rathausneubau finanziell gut dastehen“, und betonte „der Bau ist finanziell gesichert“. Sie lobte auch, dass Kämmerei und Bauamt so manchen Zuschuss für Bautätigkeiten beschaffen konnten. So muss die Gemeinde für den auf 6,3 Millionen Euro veranschlagten Teilneubau der Ährenfeldschule lediglich 2,7 Millionen bezahlen. Und für den Bau von Wohnungen auf dem Züblingelände, der auf 4,6 Millionen veranschlagt ist, werden wohl nur 3,2 Millionen fällig.

Doch Böttger kritisierte auch: „Der Dauerbrenner Aussegnungshalle ist offensichtlich scheintot.“ Für deren Sanierung oder Erweiterung stehen für 2018 keine Gelder im Plan. Sie monierte, dass der Ausbau der Kirchenstraße auf 2020 verschoben worden sei, die Sanierung der Bernhard-Rößner-Schule ebenfalls verschoben wurde und für eine Sanierung des Feuerwehrhauses eine Machbarkeitsstudie erst 2019 eingeplant sei. Und dass privates Unternehmertum in der Bahnhofstraße 2 und 4 blockiert werde. Dabei handelt es sich um Neubauten auf den Grundstücken der alten Apotheke und der Hexe.

Doch Runge widersprach: Nichts werde blockiert. Stattdessen würden Gespräche mit den Eigentümern geführt. Zudem liefen Pachtverträge für die Hexe noch bis zum Jahr 2019. Und Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) stellte klar, dass wenn man den Ausbau der Kirchenstraße vorziehen würde, Fördermittel verlieren würde. Die Sanierung des Gerätehauses und der Bernhard-Rößner-Schule sei zudem nicht verschoben, sondern neu in den Investionsplan aufgenommen worden. Genauso wie der Neubau des Kindergartens Wichtelhaus.       sus

Die Investitionen

Die Gemeinde investiert bis 2021 viel Geld. So wird die Ährenfeldschule für 6,3 Millionen Euro zur Ganztagsschule ausgebaut. Noch nicht sanierte Bereiche der Gröbenbachschule werden saniert, ebenso der Pausenhof und die Außenanlagen. Zudem soll der Boden der Tiefgarage des Sozialzentrums hergerichtet werden. Auch in der Wildmooshalle I stehen Sanierungen an. Dafür sind 505 000 Euro eingeplant. Außerdem soll untersucht werden, ob das Feuerwehrhaus erweitert oder neu gebaut werden soll. Für den Bau von Wohnungen auf dem einstigen Züblingelände sind 4,6 Millionen Euro veranschlagt. Einen neuen Kindergarten will die Gemeinde für geschätzte 4,3 Millionen Euro errichten – als Ersatz für das im Freizeitheim untergebrachte Wichtelhaus. Der größte Brocken ist aber für den Bau des neuen Rathauses vorgesehen: knapp 18 Millionen mitsamt einem Puffer.    sus

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