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Problemzone: Bahnunterführung im Zentrum.

Konzept für Stadtentwicklung

Gröbenzell sucht seine Schwachstellen

Die Gemeinde will ihr Ortszentrum attraktiver gestalten. Um Fördergelder des Freistaats nutzen zu können, ist jetzt erst einmal eine Bestandsaufnahme angesagt, aus der ein städtebauliches Entwicklungskonzept hervorgehen soll. In das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ wurde Gröbenzell bereits 2016 aufgenommen.

Gröbenzell – Die Firma Dragomir Stadtplanung wurde damit beauftragt, Grünordnung, Verkehr, Wohnen, Gewerbe, Bebauungspläne und Gutachten zu analysieren. Mitarbeiterin Sigrid Hacker berichtete dem Gemeinderat von dem Ergebnis. Es wurde so manche Schwachstelle festgestellt: Die Bahnunterführung im Ortszentrum sei zu steil und nicht barrierefrei, die Hermann-Löns-Straße unattraktiv und mancher Straße würde ein zusätzlicher Baum guttun. Positiv fielen allerdings im Zentrum die Alte Schule und die Kirchen auf. Wenn dann noch das neue Rathaus stehe, bekäme die Gemeinde hier eine hohe Aufenthaltsqualität, hieß es. Für die Entwicklung des Zukunftskonzeptes wurde auch ein Steuerkreis aus Bürgern und Gemeinderäten gebildet. Gefordert wird eine stärkere Verknüpfung zwischen dem Norden und dem Süden der Gemeinde und eine Aufwertung von Einzelhandel und Gastronomie. Zudem solle der grüne Charakter der Wohnsiedlungen verbessert und bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Ein weiteres Ziel ist die Aktivierung der Wasser- und Bachläufe und der öffentlichen Grün- und Spielplatzflächen. Angebote für Jugendliche und Kinder sollen geschaffen und Bildungs- und Kulturangebote erweitert werden. Darüber hinaus soll das Gewerbegebiet aufgewertet, das soziale Miteinander gestärkt, der öffentliche Nahverkehr verbessert und verkehrssteuernde Konzepte entwickelt werden.

Der Gemeinderat befürwortete die genannten Ziele – auch wenn sie dem ein oder anderen bekannt vorkamen. „Die städtebauliche Analyse beinhaltet überwiegend Vorstellungen, die bereits vor 36 Jahren bekannt waren“, kritisierte Bürger Wolfgang Radzieowski in der aktuellen Viertelstunde. Und der langjährige Gemeinderat der CSU, Reinhard Paesler, gestand ein: „Als ich die Broschüre gelesen habe, hatte ich sehr viele Deja-vu-Erlebnisse“. Er forderte: „Es wäre gut, wenn nun Fleisch an die Knochen käme.“ Es sollen nun konkrete Maßnahmen mit einem Prioritätenkatalog folgen, betonte Sigrid Hacker. Und diesmal würde man immerhin Fördergelder bekommen, sagte sie.  sus

Planungswerkstatt

Eine Planungswerkstatt mit Bürgerbeteiligung findet am Donnerstag, 12. Juli, im Freizeitheim statt. Dabei geht es um die Ortsentwicklung im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes.

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