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In Gröbenzell könnten am Gymnasium im nächsten Jahr Videokameras installiert werden.

Gröbenzell

Videoüberwachung zur Vandalismus-Abwehr am Gymnasium geplant

Am Gymnasium in Gröbenzell könnten im nächsten Jahr Videokameras aufgestellt werden. Damit reagieren die Verantwortlichen auf Vandalismus.

Gröbenzell – Im Haushalt des Landkreises sind für das nächste Jahr 25 000 Euro für die Videoüberwachung angemeldet. Die Summe stehe vorsorglich in dem Zahlenwerk, sagte eine Sprecherin des Landratsamts auf Nachfrage. Man wolle erst einmal noch abwarten.

Hintergrund ist ein gewisser Vandalismus in und um die Wildmoosstraße. Es kam sogar zu Einbrüchen in das Gröbenzeller Gymnasium. Ende Oktober waren zwei Jugendliche auf frischer Tat ertappt worden. Einer der beiden war bereits zum zweiten Mal in die Schule eingebrochen, bei seinem zweiten Bruch hatte er sich Verstärkung mitgebracht.

Zwei Einbrüche, beschmierte Fassaden

Wie der Direktor des Gymnasiums Boris Hackl berichtet, wurde zwar nichts gestohlen, aber so manches beschädigt. Die Scheibe der Mensa wurde beim zweiten Einbruchsversuch eingeschlagen, was einen Feueralarm auslöste und die beiden Jugendlichen nun teuer zu stehen kommen kann. Auch Hermann Mitterer von der Olchinger Polizei berichtet von vermehrtem Vandalismus im Bereich der Wildmoosstraße.

Wie Direktor Boris Hackl vom Hausmeister des Gymnasiums erfuhr, habe sich der Forumsplatz im Freizeitgelände in jüngster Zeit zu einem Treffpunkt für Jugendliche entwickelt. Und wie der Hausmeister des Gymnasiums beobachtet hat, fließt dort der Alkohol in Strömen.

Die Sprecherin des Landratsamts erzählt außerdem von beschmierten Fassaden, von Leuten auf dem Dach, von einem beschädigten Briefkasten und von hingeworfenen Flaschen.

Ein Sicherheitsdienst sei schon beauftragt worden, um die Situation am Gymnasium in den Griff zu bekommen. Sollten wirklich Kameras auf dem Gelände des Landkreises – er ist für weiterführende Schulen zuständig – aufgestellt werden, würden die Aufnahmen nach vier Wochen gelöscht, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Der Datenschutzbeauftragte werde natürlich einbezogen.

Direktor Hackl versichert in diesem Zusammenhang, dass nicht die Gymnasiasten überwacht werden sollen. Vielmehr sollen die Kameras nachts und an Wochenenden ihren Dienst tun.

SPD-Rat fordert Information

Peter Falk, SPD-Kreisrat und Gemeinderat in Gröbenzell, hatte den Eintrag im Haushalt des Landkreises ebenfalls entdeckt. Er bedauert, dass der Gemeinderat bislang nicht einbezogen wurde und beantragt eine genaue Berichterstattung gegenüber dem Gremium unter anderem hinsichtlich der Situierung der geplanten Anlage und hinsichtlich der Rechtsgrundlage für die geplante Überwachung.

Hier wird schon gefilmt

Videokameras gibt es bereits an mehreren Schulen des Landkreises. So am Max-Born-Gymnasium in Germering im Fahrradkeller zur Überwachung des Mittelgangs. Und an der Ferdinand-von-Miller-Realschule in Fürstenfeldbruck: Hier wurden mehrere Kameras installiert, die diverse Hauptzugangsmöglichkeiten und vom Sekretariat weit entfernte Eingänge überwachen, wie die Sprecherin des Landratsamts erklärt.

Gefilmt werden kann man auch am Gymnasium Olching bei den Fahrradabstellplätzen und an den Hauptzugängen am Schulzentrum Puchheim. Zuletzt eingerichtet wurde die Überwachung infolge von Vandalismus auch für Teile des Schulzentrums am Tulpenfeld in Bruck. Im Kreistag gab es in der Vergangenheit teils scharfe Debatten zu dem Thema. Praktisch immer aber setzten sich die Befürworter der Überwachung unter Beachtung des Datenschutzes durch. (st/sus)

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