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Gröbenzell wehrt sich gegen Platzverweis der Bogenschützen

Gröbenzell – Die Bogenschützen des SC Gröbenzell mussten Mitte des Monats ihr Trainingsgelände am Fischerweg verlassen. Das Amtsgericht Fürstenfeldbruck hatte eine einstweilige Verfügung erlassen, die Nutzung sportlicher Art des Grundstücks bis zum Abschluss eines bestandsfähigen Baugenehmigungsverfahrens untersagt.

 Doch die Gemeinde wird dagegen Widerspruch einlegen. Das kündigte Vizebürgermeister Martin Runge (Grüne) an. „Diese Verfügung ist nicht haltbar“, sagt er.

Bereits vor fünf Jahren hatte die Gemeinde den Bogenschützen das Areal am Fischerweg zur Verfügung gestellt. Doch es liegt im Außenbereich, der Flächennutzungsplan sieht eine Sportnutzung nicht vor, in dem Plan ist an dieser Stelle ein weißer Fleck, so Runge.

Rechtsanwalt Ewald Zachmann hatte die Verfügung im Namen einer Anwohnerinbeantragt. Diese fühlt sich durch die Schützen in ihrer Ruhe gestört. Denn auf dem Gelände werde nicht nur täglich geschossen, sondern auch gefeiert, so Zachmann. Zudem sei der Fischerweg oft von den Autos der Schützen zugeparkt. Laut Zachmann hat das Landratsamt in der Vergangenheit mehrfach ein ordnungsgemäßes Verfahren gefordert, doch nichts sei geschehen.

Runge räumt ein, dass das in Ordnung gebracht werden muss. „Mir ist wichtig, dass das alles legalisiert wird“. Er erinnert daran, dass er dieses seit rund einem Jahr auch immer wieder angemahnt hat. Der Gemeinderat hat auch bereits reagiert. Die Verwaltung wurde beauftragt, planungsrechtliche Maßnahmen in die Wege zu leiten.

Runge begründet aber auch, warum die Gemeinde gegen die einstweilige Verfügung vorgeht. Zum einen hat er Zweifel an der Dringlichkeit. Er fragt sich, warum jetzt auf einmal eine einstweilige Verfügung erlassen worden ist, obwohl die Nutzung des Platzes doch bereits lange bekannt sei. Für „grotesk“ hält er es in diesem Fall, Lärmschutzwerte anzuführen, wo ebenfalls bekannt sei, dass aufgrund von Lärmschutzwerten kaum etwas angreifbar sei.

Wichtig ist Runge aber auch, dass mit allen Beteiligten, Nutzern und der Anwohnerin, Gespräche geführt werden. Die Schützen seien dazu auch bereit. „Die wollen eine einvernehmliche Lösung.“ Doch nicht nur die Sportler, auch „wir sind selbstverständlich gesprächsbereit“, betont Zachmann.  sus

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