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Wie viel und wo wird künftig gebaut? Diese Frage soll in Gröbenzell geklärt werden.

Nachverdichtung

Gröbenzell will Wachstum steuern

Baulücken, Nachverdichtung, Generationswechsel und Aufstockung: Gröbenzell könnte von jetzt rund 20 000 auf bis zu 25 300 Einwohner wachsen – ohne dass am Baurecht etwas verändert werden muss. Jetzt will die Gemeinde Möglichkeiten untersuchen, den Zuwachs zu steuern.

Gröbenzell – Eine Studie soll Klarheit bringen. Sie soll untersuchen, wie sich welches Handeln auf die Gemeinde auswirken würde. In drei beispielhaften Gebieten – zwei im Norden, eines im Süden Gröbenzells – soll nun geprüft werden, welche Folgen es für die Gemeinde hat, wenn die Bebauungspläne bleiben, wie sie sind, und das darin enthaltene Baurecht ausgeschöpft würde. Untersucht werden soll aber auch, welche Folgen es hätte, sämtliche Bebauungspläne aufzuheben.

Martin Runge (Grüne) und Reinhard Paesler (CSU) halten die zweite Variante eigentlich für überflüssig. Für Runge steht bereits fest: Dann gibt es kein Grün mehr, dafür aber große Bauten. Beide stimmten aber einem Kompromiss zu: Die Folgen einer Aufhebung des Bebauungsplanes sollen in nur einem Gebiet untersucht werden. Zudem soll die Frage geklärt werden, welche Folgen es hätte, sämtliche Bebauungspläne zu überarbeiten und Grünordnungspläne aufzustellen oder aber das Baurecht zu mehren.

Anton Kammerl (CSU) war wenig begeistert von den Untersuchungen. „Das ist unnötig wie ein Kropf“, kritisierte er. Sein Parteifreund Paesler aber widersprach und betonte: „Es ist wichtig, die Szenarien zu untersuchen.“ Und Peter Falk (SPD) fügte hinzu: „Wenn wir nichts tun, wird irgendwann etwas mit uns gemacht und zwar nichts besonders Gutes.“

Letztlich beschloss das Gremium dann auch einhellig, die Untersuchungen in Auftrag zu geben. Dazu werden auch Fördermittel vom Bayerischen Ministerium für Wohnen, Bau und Verkehr erwartet. (sus)

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