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Bevor Menschen wirklich obdachlos werden, unternehmen die Gemeinden große Anstrengungen.

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Zahl der Obdachlosen in Gröbenzell ist rapide gestiegen

Auch in Gröbenzell werden immer mehr Menschen obdachlos. Die Gründe dafür sind unterschiedlich.

Gröbenzell –  Wie diese lauten und wie dramatisch die Lage ist, schilderte die Verwaltung nun den Gemeinderäten. Anlass war ein Antrag von SPD-Fraktionsvorsitzendem Peter Falk, der die genauen Zahlen vorgelegt haben wollte. Außerdem wollte er wissen: Sind Familien mit Kindern betroffen? Wo werden Obdachlose untergebracht, warum steht den Obdachlosen ihr bisheriger Wohnraum nicht mehr zur Verfügung?

Die Untersuchung ergab, dass die Zahlen seit 2014 teils rapide angestiegen sind. Damals waren es noch neun Menschen, die kein Dach über dem Kopf hatten, 2017 stieg die Zahl auf 46. Im vergangenen Jahr wurden 33 Obdachlose gezählt, davon 15 Kinder und Jugendliche. Am häufigsten traf die Obdachlosigkeit nach aktuellen Erkenntnissen anerkannte Asylbewerber, die die Flüchtlingsunterkunft verlassen mussten. Weitere Gründe sind Eigenbedarfskündigungen oder Zwangsräumungen.

Die Rathausmitarbeiter tun nach eigenen Angaben alles in ihrer Macht stehende, um von vornherein zu vermeiden, dass Menschen obdachlos werden. Sie arbeiten mit verschiedenen Behörden zusammen, wie mit der Schuldnerberatung oder der Fachstelle Wohnen in der Kreisstadt. Bei einigen Asylbewerbern wurde so erreicht, dass sie ihren auf Bayern beschränkten Wohnsitz verlassen durften.

So konnten zwei Familien mit vier Kindern zu Verwandten in anderen Bundesländern ziehen. Verloren Menschen dann tatsächlich ihr Zuhause, wurden sie im vergangenen Jahr teils in Hostels, teils in Wohnungen oder einem Haus untergebracht. Vom Rathaus war mittels Inseraten nach Wohnungen gesucht worden, teils mit Erfolg. So konnte einer alleinerziehenden Mutter und einer Familie mit mehreren Kindern jeweils eine Wohnung vermittelt werden. Andere Obdachlose wurden dabei unterstützt, eine Sozialwohnung zu beantragen. Eine Unterstützung, die auch bei einer weiteren alleinerziehenden Mutter erfolgreich war, sie konnte mit ihrer Tochter eine Sozialwohnung beziehen. (sus)

Auch interessant: Häuser für Obdachlose und Großfamilien

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