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Bundespolizei greift ein

Gröbenzeller (20) randaliert in der S3

Am späten Dienstagabend hat ein 20-Jähriger erst am Bahnhof Pasing, anschließend in einer S3, grundlos mehrere Reisende beschimpft und bepöbelt. Der Sicherheitsdienst der Bahn musste einschreiten.

Pasing/Gröbenzell - Der Gröbenzeller versuchte auch, in den Führerstand einer ankommenden S-Bahn zu gelangen. In Lochhausen wurde der Mann von Mitarbeitern der Deutsche Bahn Sicherheit überwältigt. 

Es war um 23.25 Uhr, als die Leitstelle der Deutschen Bahn Sicherheit die Bundespolizei über einen Randalierer in der S-Bahn (S3) von Pasing Richtung Mammendorf informierte, wie die Bundespolizei berichtet. 

Der Gröbenzeller beschimpfte bereits am Bahnhof Pasing am Bahnsteig grundlos Passanten. Beim Halt einer S-Bahn versuchte er vom Bahnsteig aus in den Führerstand des Triebfahrzeuges zu gelangen. Da die Tür jedoch verschlossen war, hämmerte er mit den Fäusten gegen die Tür und schrie um sich. Nachdem der 20-Jährige direkt hinter dem Lokführer in den Fahrgastraum ging, beschimpfte er wahllos Mitreisende, schrie sie an und gestikulierte wild mit den Armen, berichtet die Bahnpolizei. Zudem schlug er weiter mit den Fäusten von innen gegen die Tür zum Lokführerstand und versuchte auch von dort die verschlossene Tür zu öffnen. 

Am Haltepunkt Langwied alarmierte der Lokführer eine Streife des Sicherheitsdienstes. Diese befand sich im hinteren Zugteil, wechselte nach vorne und stellte den Gröbenzeller. Bis zum Eintreffen der alarmierten Bundespolizei am Haltepunkt Lochhausen wurde der aggressive Mann festgehalten. Als die Polizisten den Mann aus der S-Bahn geleiten wollte, kam es zu einem heftigen Gerangel. Dabei schlug und trat der 20-Jährige nach den Security-Mitarbeitern. Eine 28-Jährige Bahnsicherheitsbedienstete traf er dabei gezielt mit dem Fuß im Rücken. Sie klagte über Schmerzen und erlitt auch am Knie Verletzungen, die später ärztlich behandelt wurden. Der 20-Jährige beleidigte die Sicherheitskräfte zudem mit zahlreichen Kraftausdrücken. 

Eingetroffene Kräfte der Bundespolizei nahmen ihn in Unterbindungsgewahrsam, da er auch gegenüber den Beamten immer wieder aggressiv und aufbrausend reagierte. Bei der Einschließung in die Gewahrsamszelle der Bundespolizei am Hauptbahnhof stellte er seinen Fuß in den Türspalt. Beim Versuch, ihn in die Zelle zu drücken, um die Tür zu schließen, ergriff der Gröbenzeller den Arm eines Bundespolizisten und zog diesen in die Gewahrsamszelle. Dabei beziehungsweise bei der anschließenden Überwältigung und Fesselung erlitt ein 30-jähriger Bundespolizist Schürfwunden am Schienbein. Die Verletzung musste nicht medizinisch versorgt werden; der Beamte blieb dienstfähig. Einen freiwilligen Atemalkoholtest verweigerte der 20-Jährige. Gegen ihn wird nun wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.

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