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Bürgerversammlung

Gröbenzeller fürchten Verkehr und Lärm

Der Gröbenzeller Gemeinderat hat eine Menge zu tun: Drei Anträge, die in der Bürgerversammlung gestellt wurden, fanden eine Mehrheit. Diese muss das Gremium nun behandeln.

Gröbenzell Die großen Themen des Abends waren der Entwurf des Bebauungsplans Freyastraße und Lärmbelästigung in der Hubertusstraße. Zahlreiche Kritiker des Bebauungsplans für die Freyastraße waren zur Versammlung gekommen. Der Entwurf umfasst das Areal zwischen Von-Koch-, Dianastraße, Bahnlinie und dem Loferweg mit nördlichen Grundstücken.

Angst vor mehr Verkehr

Alfred Nischwitz ist es ein Dorn im Auge, dass der Bereich möglicherweise zu einem allgemeinen Wohngebiet wird. Er fürchtet, dass damit Läden, Schank- und Speisewirtschaften, nicht störende Handwerkebetriebe und Ähnliches zugelassen werden – und zwar standardmäßig, nicht nur ausnahmsweise. Dies hätte, so Nischwitz, eine schleichende Beeinträchtigung der Wohnqualität, mehr Verkehr und eine Verschlechterung der Parkplatzsituation zur Folge. „Es ist ein reines Wohngebiet und erfüllt diese Merkmale.“

Seine Forderung an den Gemeinderat, sich mit dem Bebauungsplan zu befassen und das Areal als reines Wohngebiet auszuweisen, wurde von der Mehrheit des Gremiums angenommen. Der Rat hätte das Thema aber ohnehin behandelt, sagte der Leiter der Diskussion und Gemeinderat Michael Leonbacher (FW). Denn die Änderung des Bebauungsplanes sei noch nicht entschieden.

Gutachten zum Lärmschutz

Ein Lärmschutzgutachten für das Areal forderte Edeltraud Mierau-Bähr. Im Rahmen der Bebauungsplanänderung solle eine Untersuchung gemacht werden, sagte sie. Sie befürchtet, dass der Verkehr – und damit der Lärm – zunehmen wird, wenn der Bereich zu einem allgemeinen Wohngebiet wird.

Den Rückbau eines Hauses forderte Gabriele Koch. Das Gebäude steht in der Hubertusstraße und damit im Bebauungsplangebiet. Einerseits, so Koch, entspreche das Haus nicht den Vorgaben des Plans. Andererseits werde es seit zwei Jahren als Arbeiterwohnheim genutzt. Fünf Mal habe sie bereits heuer wegen Lärmbelästigung die Polizei rufen müssen, sagte sie.

Der Gröbenzeller Polizei-Chef Karlheinz Pangerl sagte allerdings: „Es gibt größere Schwerpunkte was Lärm betrifft“. Und Michael Leonbacher machte klar, dass für den Bauvollzug das Landratsamt zuständig sei. Gabriele Kochs Antrag wurde daher abgelehnt. „Mir sind die Hände gebunden“, so Bürgermeister Martin Schäfer (UWG). Trotzdem wolle er sich mit der Angelegenheit befassen.

Abweichungen dokumentieren

Entscheiden muss der Gröbenzeller Gemeinderat außerdem darüber, ob Abweichungen und Fehler in Bebauungsplänen dokumentiert werden sollen. Michaela Bonfert schlug vor, eine Tabelle zu erstellen, beginnend mit dem Bebauungsplangebiet Freyastraße. (sus)

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