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Junger Firmenchef: Marco Feicht hat bereits ein eigenes Unternehmen.

Realschule Puchheim ist bereits Kunde 

Gröbenzeller gründet mit 16 Jahren eine eigene Firma

Nach dem Schulabschluss ist das Glück bei vielen Schülern groß. So mancher ist aber auch verzweifelt und steht vor der großen Frage: Welchen Beruf soll ich ergreifen? Für Marco Feicht aus Gröbenzell war diese Frage nach der Mittleren Reife leicht zu beantworten. Denn eigentlich stand die Antwort bereits seit Jahren fest: Er will Mediengestalter werden.

Gröbenzell– Vor einem Jahr fing er dann an einer Schule in München eine Ausbildung an und gründete – mit gerade einmal 16 Jahren – eine eigene Firma. Das war gar nicht so einfach, schließlich war er ja noch nicht volljährig. Eine Lösung wäre gewesen, dass seine Eltern Unterschriften unter Verträge setzen, die er mit Kunden abschließt. Doch seine Familie wählte einen anderen Weg. Seine Eltern haben sich beim Amtsgericht eine Ermächtigung eingeholt, damit Marco Feicht seine Verträge selbst unterschreiben kann. Damit stand der Eröffnung seines eigenen Geschäftes nichts mehr im Wege.

Bereits seit Jahren hatte sich der Gröbenzeller damit beschäftigt, Internetseiten zu basteln. Zunächst hat er mit Hilfe einfacher digitaler Baukästen Webseiten erstellt. Doch damit war er auf Dauer nicht zufrieden. Feicht ist Autodidakt, brachte sich selbst Programmiersprachen bei. Mittlerweile beherrscht er HTML oder CSS wie seine Muttersprache Deutsch. Fertige Baukästen tauschte er gegen Adobe CC, WordPress, Joomla und eigene Webserver aus. In der Technikgruppe an der Realschule Puchheim hatte er sich ebenso viele Fertigkeiten angeeignet.

Die ersten Produkte lieferte er bereits an Kunden aus. Für zwei BigBands und ein Elektrogeschäft hat er Werbeseiten im Netz erstellt. Auch seine frühere Schule, die Realschule Puchheim, hat ihm einen Auftrag erteilt. Anfang September wird die neue von ihm gefertigte Webseite der Schule online gehen.

Bevor seine Werke im Netz zu sehen sind, ist allerdings viel Vorarbeit notwendig. Zunächst unterhält sich Feicht mit seinem Kunden über dessen Wünsche und Vorstellungen, erste Ideen werden noch auf Papier gesammelt. Es folgen Skizzen, anschließend digitale Entwürfe und zu guter Letzt das Programmieren. Auch die Fotos für seine Webseiten macht er selbst. Ist die Seite online, kann der Kunde Inhalte hinzufügen und andere herausnehmen. „So entwickelt jede Seite ihren eigenen Charakter“, sagt Feicht.

Noch hat er nicht so viele Kunden. Der 17-Jährige vermutet, sein Alter und die nicht vorhandene Ausbildung schrecken so manchen ab. Das sind allerdings zwei Probleme, die es teils in Kürze, teils in wenigen Jahren nicht mehr geben wird. Im Oktober wird Feicht 18 und in zwei Jahren hat er seine Ausbildung zum Mediengestalter abgeschlossen. Anschließend will er aber zunächst angestellt arbeiten und Erfahrungen sammeln. Seine kleine Agentur will er nebenbei betreiben. Sein Ziel: Eines Tages von der Selbständigkeit leben können. sus

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