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Gutes Team (v.l.): Ausbilder Tobias Klotz, Ferdinand Vongehr und Norbert Stöppel. 

Ausbildung in Grafrath

Gröbenzeller ist Deutschlands bester Nachwuchs-Landschaftsgärtner

Der beste deutsche Landschaftsgärtner-Azubi kommt aus dem Landkreis: Ferdinand Vongehr aus Gröbenzell. Er setzte sich in einem Wettbewerb gegen neun andere Bewerber durch. Auf seinen Preis musste der 22-Jährige allerdings verzichten.

Gröbenzell/Grafrath – Die Leidenschaft für den Garten, die Pflege der Landschaft und auch die kreative Gestaltung bekam Ferdinand Vongehr in die Wiege gelegt. „Von Kindesbeinen an war sie da“, sagt der 22-jährige Gröbenzeller. Sein Vater hat nämlich selbst eine Firma für Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau). Gelernt hat der Junior allerdings woanders.

Die zweijährige Ausbildung machte Vongehr im Grafrather Garten- und Landschaftsbaubetrieb „Stöppel“. Sein Lehrmeister und Chef war in dieser Zeit Tobias Klotz. „Ich habe mich mit dem Ausbilder und den Kollegen super verstanden.“ Auch mit dem zweiten Auszubildenden, Josef Basel. Der Spaß schlug sich in den Noten des Auszubildenden nieder.

Bereits Ende Juli erhielt er im Rahmen der Freisprechungsfeier in München die Ehrung zu Bayerns bestem Nachwuchs-Landschaftsgärtner. Diese nahm der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern vor. Für die Teilnahme am Bundeswettbewerb war eine Anstellung in einem GaLaBau-Betrieb ebenso Voraussetzung wie die Gesamtnote mit Kommastelle aus der praktischen, schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfung in der Berufsschule. Diese hat der 22-Jährige in München erfolgreich absolviert. „Ich habe dort mit 1,10 abgeschlossen.“ Auch bei seinem Azubi-Kollegen Josef Basel steht eine eins vor dem Komma.

Eine Sache enttäuscht den Gröbenzeller allerdings schon. Als Preis für seine Auszeichnung als Deutschlands bester Landschaftsgärtner hätte Vongehr eigentlich eine Werkzeugkiste im Wert von insgesamt 500 Euro erhalten sollen. Diese hätte ihm dann bei der GaLaBau-Messe in Nürnberg überreicht werden sollen. „Weil ich aber am Tag der Verleihung im USA-Urlaub war, habe ich keinen Preis bekommen.“

Eine nachträgliche Gewinnübergabe: Fehlanzeige. Denn der Wettbewerb wurde von einer Firma ausgerichtet, die wohl hauptsächlich den Werbefaktor auf der Messe nutzen wollte. Darauf tippt jedenfalls der 22-Jährige.

Der Gröbenzeller hat bereits konkrete Pläne für die Zeit nach der Ausbildung: In Weihenstephan studiert er mittlerweile Landschaftsbau und -Management. Davor hat er noch ausgiebig seine Freizeit genossen und Urlaub gemacht. Immerhin: Dazu ist eine prall gefüllte Werkzeugkiste nicht unbedingt nötig. (seo)

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