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Gröbenzeller Jugendliche starten Online-Petition

Wir kämpfen gegen die Abschiebung unserer Mitschüler!

Die Elftklässler der Gröbenzeller Rudolf-Steiner-Schule kämpfen gegen die Abschiebung zweier Schulkameraden. Sie haben eine Online-Petition gestartet – und hoffen auf möglichst viele Unterschriften.

Gröbenzell– Noch 26 Tage läuft die Petition auf der Website www.openpetition.de. 5000 Unterschriften wollen die Schüler sammeln, knapp 2200 haben sie schon. Im Anschluss soll die Liste dann ans Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geschickt werden. Rechtliche Konsequenzen hat die Petition nicht, die Schüler wollen damit aber an die Behörde appellieren, ihre zwei Klassenkameraden nicht abzuschieben.

Die zwei Klassenkameraden, das sind Ameer Hamza Rian aus Pakistan und Hassan Rezaei aus Afghanistan. Hamza besucht die Rudolf-Steiner-Schule seit Herbst vergangenen Jahres, Hassan lernt dort seit rund eineinhalb Jahren. Nun droht beiden die Abschiebung. Sollten sie in ihre Heimatländer zurückkehren müssen, befürchten ihre Mitschüler schwerwiegende Folgen. „Schlimmstenfalls droht ihnen Folter, wenn nicht sogar der Tod“, heißt es in der Petition.

Laut einer Sprecherin des Landratsamtes lebt nur Ameer Hamza Rian in einer Unterkunft im Landkreis Fürstenfeldbruck. Hassan Rezai Hamza sei woanders untergebracht. Wie die Sprecherin mitteilt, hat Ameer Hamza Rian Ende 2015 einen Asylantrag gestellt. Zu Jahresbeginn wurde dieser abgelehnt. Daraufhin habe der junge Mann Klage gegen den Bescheid eingereicht. „Das bedeutet, dass die Abschiebung nicht unmittelbar bevor steht“, so die Sprecherin.

Ameer Hamza Rian flüchtete im Juli 2015 aus Pakistan. Seine Flucht ging über sieben Länder und dauerte sechs Monate, heißt es auf der Seite der Petition. Zusammen mit 15 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen lebt er in einer Unterkunft im Landkreis. Er habe sich gut integriert und sei bereits Teil der Klassen- und Schulgemeinschaft. Würde er in seinem Heimatland in die Hände der Taliban gelangen, drohe ihm die Hinrichtung als Verräter. Denn er sei aus einem Trainingscamp der Taliban, wo ihn sein Onkel unter Zwang hingebracht habe, geflohen.

Hassan Rezaei gehört der Minderheit der Hazara an, welche vom radikalen Teil der in Afghanistan herrschenden Paschtunen, aber besonders von den Taliban unterdrückt wird, heißt es in der Petition. Seine Familie floh deshalb bereits vor 20 Jahren in den Iran. Hassan selbst wurde auch dort geboren, besitzt also die afghanische Staatsbürgerschaft. Er fühle sich in der Rudolf-Steiner-Schule sehr wohl, heißt es weiter. Derzeit bereite er sich auf seinen Hauptschulabschluss vor. (ed)

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