Die Gröbenzeller Feuerwehr braucht Nachwuchskräfte. Bei einem Informationsabend am heutigen Freitag im Feuerwehrhaus können sich Jugendliche ab zwölf Jahren über die ehrenamtliche Arbeit der Brandhelfer informieren. Foto:

Eintrittsalter gesenkt

Gröbenzeller Wehr wirbt um Nachwuchs

Gröbenzell – Die Feuerwehr in der Gröbenbachgemeinde stellt sich neu auf – und zwar, was die Jugendarbeit betrifft. Der Grund: Auch die 1920 gegründete Wehr kämpft mit Nachwuchsproblemen

Und die Aussichten sind trübe, wie Kommandant Claudius Weirauch erklärt. Nach Prognosen des Landesfeuerwehrverbandes Bayern wird es 2031 allein aufgrund des demographischen Wandels 14,8 Prozent weniger Feuerwehrleute im Freistaat geben als noch 2011. Dazu kommt die sinkende Tageseinsatzbereitschaft durch weit entfernte Arbeitsplätze der Feuerwehrkameraden und mangelnde Kooperationsbereitschaft seitens mancher Arbeitgeber bei der Freistellung von Mitgliedern im Einsatzfall.

Die Gröbenzeller Wehr zählt derzeit rund 60 Mitglieder der aktiven Mannschaft. Um diesen Standard halten zu können ist es laut Weirauch wichtig, in die Jugendarbeit zu investieren: „Jugendliche sind die Zukunft der Feuerwehren in Bayern. Aber es reicht nicht nur zu sagen: ‚Wir brauchen Euch’. Es muss auch rüberkommen, warum es toll ist, sich bei uns zu engagieren.“ An dieser Problematik haben die Kameraden gearbeitet und als ersten Schritt den Jugendraum renoviert. Hier kann der Nachwuchs nun kickern, Billiard spielen oder sich bei Spezi und Apfelschorle nett unterhalten.

Zudem wurde das Eintrittsalter zur Jugendfeuerwehr von 14 auf zwölf Jahre heruntergesetzt. Damit habe man auf die schnellere Entwicklung und die höhere schulische Belastung von Jugendlichen im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten reagiert, so Weirauch. Und in Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität Augsburg wurden Flyer und Plakate entwickelt, die die Jugendlichen auf das Ehrenamt bei der Feuerwehr aufmerksam machen sollen.

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