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Die Grußworte kamen per Video: Eine Gruppe Abiturienten bei ihrer Abifeier. Die Prozedur wiederholte sich insgesamt sechs Mal.

Zeugnisverleihung

Gröbenzells Abiturienten - Schulleiter hat allergrößte Hochachtung für diesen Jahrgang

127 Abiturienten haben am Gymnasium Gröbenzell ihre Abitur-Zeugnisse erhalten. Wegen Corona allerdings nicht aus der Hand des Schulleiters.

Gröbenzell – „Das Leben kann kommen“, freute sich Christina Wagner. Sie ist eine der 127 Abiturienten des Gröbenzeller Gymnasiums, die am Freitag ihren Abschluss zelebrierten. Aufgeteilt auf sechs Gruppen wurden die Zeugnisse im Laufe des Nachmittags in der Aula der Schule überreicht. Jeder Abiturient und jeder Gast bekam einen Stuhl zugewiesen – immer mit ausreichendem Abstand und einer Schutzmaske.

Die Mund-Nase-Bedeckungen durften nur zu einem Fototermin abgenommen werden. Die eigentliche Zeugnisübergabe war ebenso außergewöhnlich, weil kontaktlos: Jeder durfte sich ein Musikstück auswählen und schritt über einen roten Teppich zu einem Podest. Dort lag das edle Papier, für das man sich so angestrengt hatte.

Grußworte per Videobotschaft

Die Grußworte kamen diesmal per Video, die Ansprache des Direktors war kurz und bündig. Die Musik erklang nicht von Orchester und Chor, sondern es wurde ein Geigensolo vorgetragen – ebenfalls digital.

Es sind besondere Umstände, das stellte auch Landrat Thomas Karmasin fest: „Vieles sei heute anders, eines aber genauso: Sie haben ihr Abitur.“ Auch die Schülersprecher Adrian Heckenberger, Rosa Meyer und Lucia Loibl ließen es sich nicht nehmen, zu gratulieren und freuten sich für ihre Mitschüler, dass deren lernintensiver Abschnitt mit den letzten Klausuren nun zu Ende gehe. Vertreter der Lehrerschaft wünschten sich ein baldiges Wiedersehen: „hoffentlich ohne Maske“.

Auch der Gröbenzeller Bürgermeister Martin Schäfer sprach zu den Absolventen. Er saß dabei an seinem Lieblingsplatz, an einem großen Teich. Er gab den Schülern mit auf den Weg: „Wichtig ist, egal wo man ist, dass man sich wohlfühlt“.

Direktor zitterte mit den Abiturienten

Direktor Hackl gestand ein, er habe selten so mit einem Abiturjahrgang gezittert wie in diesem Jahr und noch nie so viel desinfiziert. Als dann noch in Olching ein Verdachtsfall auf Corona auftrat, „ist mir das Blut in den Adern gestockt“, so Hackl. Ganz besonders aber betonte er, dass das diesjährige Abitur kein Notabitur sei. Über Wochen hätten die Schüler keine Lehrkraft gesehen, gelernt hätten sie trotzdem.

Auch sein Stellvertreter, Matthias Langensteiner, fand lobende Worte für die Abiturienten. „Ich habe allergrößte Hochachtung für das, was ihr geleistet habt“, betonte er. Vor keinem Abiturjahrgang habe er solchen Respekt wie vor dem diesjährigen.

Susanne Schwind

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