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In die Jahre gekommen

Gröbenzells Bücherei soll moderner werden

Die Gröbenzeller Bücherei ist in die Jahre gekommen. Im Büchereikuratorium, ein Gremium aus mehreren Gemeinderäten, sei man sich einig, dass etwas passieren solle, berichtete Anita Rieger (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Gröbenzell – Bis 1986 gab es drei Büchereien in der Gemeinde – eine gemeindliche, eine katholische und eine evangelische. Doch dann haben sich die drei Einrichtungen zusammengetan. 1996 fand die Bücherei im neu gebauten Bürgerhaus eine Heimat mit heute knapp 40 000 Medien, Romanen, Sachbüchern, Zeitschriften, Kinderbüchern, CDs, DVDs, Kassetten und Spielen. Insgesamt 39 000 Personen nutzten die Bücherei im vergangen Jahr, 120 000 Medien haben sie insgesamt ausgeliehen. Am beliebtesten sind die Kinderbücher. Die insgesamt knapp 12 000 Exemplare wurden am häufigsten ausgeliehen – nämlich 55 300 Mal.

„Die Zahlen steigen leicht an“, erläuterte die Leiterin der Bücherei, Sabina Wolff nun im Gemeinderat. Wie diese Zahlen zu werten sind und wie die Bücherei im Vergleich zu anderen Kommunen mit ähnlichem Medienbestand dasteht, diese Frage konnte Sabina Wolff nicht beantworten. Die große Frage für den Gemeinderat ist nun: Ist die Bücherei noch zeitgemäß? Vielfach ja, teils nicht, steht für Rathausmitarbeiter Christian Stockmann fest.

Deshalb wurde die Einschaltung eines Fachplaners von mehreren Gemeinderäten ins Gespräch gebracht. Denn es habe sich viel geändert in den Büchereien, erläuterte Sabine Adolph vom Michaelsbund. Dabei handelt es sich um einen Büchereiverband der Erzdiözese München Freising, der bayernweit mehr als 1000 Einrichtungen unterstützt. Büchereien würden heute nicht nur dazu genutzt um Bücher auszuleihen. Die Bürger suchten die Bibliotheken auf, um sich zu begegnen, und ins Gespräch zu kommen, berichtete Sabine Adolph.

Auch in Gröbenzell findet so manche Veranstaltung in den Räumen der Bücherei statt. So hatte die Gemeinde im Herbst vergangenen Jahres zu Büchertagen eingeladen. Eine Veranstaltung, die von Schulklassen rege genutzt wurde, Erwachsene dagegen hätten es mehr sein können, berichtete Kulturreferent Klaus Coy (FDP). „Bei Veranstaltungen ist noch Luft nach oben“, sagte er. Welche heuer angeboten werden, steht noch nicht fest. „Die Planung für das Jahr ist noch offen“ musste Sabine Wolff einräumen.  sus

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