Grüne fordern Bahn-Überführung im Gröbenzeller Westen

Die aktuelle Legislaturperiode des Gemeinderats ist fast zur Hälfte vorbei. „Der Bürgermeister hatte Zeit sich einzuarbeiten, er hatte Zeit, Personal einzustellen“, stellt der Ortsvorsitzende der Grünen, Walter Voit, bei einem Pressegespräch fest. Jetzt sei es Zeit zu arbeiten. Und dafür haben die Grünen einige Vorschläge.

Gröbenzell– Sie haben vor allem ein Thema aufgegriffen, das seit Jahrzehnten in Gröbenzell immer wieder diskutiert wird und das mehrere Parteien und Wählervereinigungen bei der Gemeinderatswahl 2014 in ihr Programm aufgenommen hatten. Sie beantragen, dass die Verwaltung prüfen soll, welche Möglichkeiten es gibt, im Westen der Gemeinde für Radler und Fußgänger eine Querung der Bahnlinie Augsburg/München zu schaffen.

Derzeit gibt es drei Optionen, die Bahnlinie zu queren: die Unterführung in der Ortsmitte, die Freya-Unterführung und die Zillerhofbrücke. Im Westen der Gemeinde aber fehlt eine solche Verbindung. Zwar existiert am Ascherbach eine Unterführung. Diese darf aber eigentlich nicht genutzt werden.

Im Westen wird eine Querung nach Meinung der Grünen aber dringend benötigt. Vor allem Jugendliche, die die Puchheimer Schulen besuchen und aus dem Gröbenzeller Norden oder aus Olching kommen, würden davon profitieren. Ihnen bliebe ein großer Umweg erspart. Zudem wäre eine solche Unter- oder Überführung eine Anbindung an den Münchner Radring, der derzeit durch die Ortsmitte führt.

In den 1990er-Jahren war dieses Thema schon einmal intensiv diskutiert worden. Die Pläne waren aber zum einen an den hohen Kosten gescheitert. Denn der Bau einer Unterführung hätte den Bahnbetrieb behindert, was hohe Entschädigungsforderungen der Bahn zur Folge gehabt hätte. Zum anderen gab es Probleme mit Grundstücken.

Voit hat nun gemeinsam mit der Umweltreferentin der Gemeinde, Monika Baumann (Grüne), der Ortsvorsitzenden des Bund Naturschutz, Ariane Zuber, und dem Architekten und Verkehrsplaner Thomas Brückner kleine Lösungen erarbeitet. Zum einen könnte der derzeit durch die bestehende Unterführung fließende Ascherbach verrohrt, aus der Unterführung heraus verlegt und die Unterführung anschließend auf 2,50 Meter vertieft werden. Auf der sich anschließenden Nordseite solle dann die Birken- beziehungsweise Exterstraße verschwenkt und so die jetzt unübersichtliche Kreuzung Ascherbach, Birkenstraße/Sonnenweg neu gestaltet werden.

Die Grundstücksprobleme würden sich mit einer neuen Brücke über den Ascherbach lösen lassen. Eine weitere Möglichkeit, die Bahnlinie zu queren, wäre eine Fuß- und Radwegverbindung über die Gleise durch Nutzung zweier bestehender Brückenköpfe.

Die Grünen haben aber noch andere Ideen, um Radlern in Gröbenzell das Leben leichter zu machen. So wollen sie sich dafür stark machen, dass vor Einkaufsmärkten mehr Abstellplätze für Räder geschaffen werden. Und dass der Fahrradweg in Richtung Olching beleuchtet wird. Dies könnte mit Solarleuchten erreicht werden, so Voit. Dann müsste man keine Stromleitung verlegen.(sus)

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