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Rund 80 Ausdauersportler waren am Sonntag bei den Läufen über sieben, 14 oder 21,1 Kilometer unterwegs, die der SC Gröbenzell seit zwei Jahrzehnten ausrichtet.

Bilder und Impressionen

Halbmarathon in Gröbenzell: Lächelnde Läufer und neue Bestzeiten

Am Sonntag bestritten rund 80 Ausdauersportler den Halbmarathon beziehungsweise kürzere Rennen in Gröbenzell. Hier die Bilder und Impressionen. 

Gröbenzell - Die Stimmung war am Sonntagmittag entspannt im Stadion der Gröbenzeller Sportanlage. Blauer Himmel, sommerliche Temperaturen. Die Teenager Julia, Martha, Carolin (alle 13) sowie die ein Jahr jüngere Mia bejubelten die Läufer, die den Zielkanal des Halbmarathons oder des 14-Kilometer-Rennen überquerten. Die vier Mädchen sind selber Leichtathletinnen und beim SC Gröbenzell aktiv, sie wissen, dass es als Sportler hilft, wenn man ordentlich angefeuert wird. Das Quartett war schon seit 10.30 Uhr als Streckenposten in der Gröbenbachstraße im Einsatz. „Beifall motiviert einfach“, wusste Mia. „Die Leute sind alle so freundlich und lächeln zurück“, hatte Martha beobachtet. „Außerdem macht Anfeuern Spaß“, betonte Julia. „Noch dazu bei so schönem Wetter“, fügte Carolin hinzu.

Einige Meter weiter stand Gerhard Fenzl. Der 59-Jährige ist eigentlich ein passionierter Läufer – kürzlich war er in Olching am Start – , doch am Sonntag musste er verletzungsbedingt zuschauen. Als Fan unterstützte er seine Spezln vom Stammtisch Menzing, und alle, die es ins Ziel schaffen. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass einem Aktiven Zuspruch gut tut“, erzählte Fenzl. Nebenbei machte er für den Blutenburglauf Werbung, der im Juli zum zweiten Mal ausgetragen wird.

Athleten trainieren mindestens so hart wie mancher Fußballprofi

So entspannt es im Ziel und neben der Strecke zuging, so engagiert waren die Athleten bei der Sache. Denn wer einen Halbmarathon oder ein 14-Kilometer-Rennen hinter sich bringen will, trainiert in der Regel mindestens so viel wie mancher Fußballprofi. Zu sehen ist das zum Beispiel am Sieger über die 21,1 Kilometer, dem Odelzhausener Michel Harlacher. Der 37-Jährige legt zur Zeit rund 170 Trainingskilometer pro Woche zurück – ist also täglich ein bis zwei Stunden unterwegs, sieben Mal in der Woche. Sein Lohn in Gröbenzell: eine neue persönliche Bestzeit in 1:16:37 Stunden. Sein Ziel: „Den München-Marathon unter 2:40 Stunden schaffen.“

Nach den ersten fünf Kilometern wurde es recht einsam: An der Spitze begleitete Harlacher nur noch Führungsradler Thomas Kampick, der den Ersten den Weg durch den Gröbenzeller Straßendschungel weist – seit inzwischen elf Jahren. Zuvor hatte Harlacher noch den Olchinger Triathleten Michael Pietzonka an seiner Seite. Pietzonka war Mitglied einer Dreier-Staffel, die sein Estinger Disziplin-Kollege Jürgen Metzner (49) und dessen Nichte Melina (21), eine Lauf-Novizin, ins Leben gerufen hatten. Pietzonka schwang sich nach seinem Einsatz sofort auf seine Rennmaschine und radelte zum Hohenpeißenberg (und wieder zurück). „Ganz normale Saisonvorbereitung“, sagt der demnächst 30-Jährige schmunzelnd. Für Metzner war der Teambewerb der reinste „Lauf-Spaß“, auch wenn er sich über seine 27-Minuten-Zeit freute. Melina hingegen musste sich im Ziel ein Lächeln abquälen: „Es war ziemlich heiß.“

Bilder vom Halbmarathon-Sonntag in Gröbenzell

Läufer sind begeistert vom Lauf und den Menschen in Gröbenzell

Bei der Siegerin über 21,1 Kilometer, der Augsburgerin Sonja Huber (1:34:55 Stunden) und der Münchnerin Christiane Widmann (1:14:11 Stunden) schien hingegen kaum Schweiß geflossen zu sein. Beide sind Vielläuferinnen. Widmann bestreitet in zwei Wochen einen Halbmarathon in Wien, Huber wird schon am kommenden Sonntag wieder im Landkreis zu sehen beim, beim Rothschwaige-Lauf des TuS Fürstenfeldbruck. Überhaupt waren wieder viele Teilnehmer aus dem Schwäbischen angereist. „Ich wusste erst gar nicht, wo Gröbenzell liegt“, gestand Günter Müller von der LG Wehringen, der Schnellste über 14 Kilometer (1:06:29 Stunden). Strecke, Organisation, Stimmung – alles gefiel ihm gut. Halbmarathon-Zweite Bianca Brügesch (1:53:11 Stunden) ergänzte: „Das Beste sind die freundlichen Menschen.“

Von Horst Kramer

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